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Kein Hinweis auf Brandstiftung

Feuer in Rinkerode forderte Einsatzkräfte tagelang

Rinkerode

Über mehrere Tage hat der Scheunenbrand in der Bauerschaft Hemmer die hiesige Feuerwehr in Atem gehalten. Nun sind die polizeilichen Ermittlungen vor Ort abgeschlossen.

Von Nicole Evering

Mit Wasser und Schaum gingen die Kräfte der Feuerwehr gegen den Scheunenbrand in Rinkerode vor. Foto: Feuerwehr

Wie die Kreispolizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, sei die Ursache für das Feuer unklar, allerdings deute nichts auf fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung hin. Die Scheune war am Dienstag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf 200 000 Euro geschätzt.

Langer Einsatz

Bis drei Uhr nachts habe der Einsatz gedauert, resümiert der Rinkeroder Löschzugführer Christian Bruns im Gespräch mit der Redaktion. Mit Baggern und Radladern waren die 130 Stroh- und 70 Heuballen auf angrenzenden Wiesen verteilt und abgelöscht worden. „So kriegt man die Oberfläche schnell gut gekühlt“, erklärt Bruns. Doch in den vielen kleinen Häufchen habe es auch danach noch bis zu 600 Grad heiße Glutnester gegeben. Deshalb sei die Feuerwehr, die am Mittwochvormittag ohnehin zur Brandnachschau ausgerückt war, wieder aktiv geworden. Bis zum Abend seien rund 15 Kräfte des Löschzugs im Einsatz gewesen, berichtet der Löschzugführer. Sieben Kameraden seien dann am Abend gegen 20 Uhr ein weiteres Mal ausgerückt, weil sich erneut Flammen entwickelt hatten.

Am Donnerstagmittag habe es dann den nächsten Anruf des Hofbesitzers gegeben. Mit mehr als 30 Kräften waren die Löschzüge aus Rinkerode und Drensteinfurt den dritten Tag hintereinander vor Ort, um wirklich auch die letzten Glutnester zu ersticken.

Die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder. Foto: Max Lametz

Besonders lobt Christian Bruns den Einsatz der Löschwasserkomponente TEO (Telgte, Everswinkel, Ostbevern), die am Dienstag im Pendelverkehr Wasser aus dem nicht weit entfernten Kanal zur Einsatzstelle befördert hatte. „Die hat uns wirklich super geholfen“, würde sich Bruns eine solche Einheit auch für Drensteinfurt wünschen. Gespräche über eine interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich gebe es bereits.

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