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Waldwoche

Forschen und spielen

Walstedde

Die Waldwoche der Kita St. Lambertus ist in vollem Gange. Am Freitag war die „rollende Waldschule“ zu Gast.

Simon Beckmann

Martin Sievers, Betreuer der „rollenden Waldschule“ der Kreisjägerschaft Warendorf, hatte 116 Präparate von heimischen Tieren mitgebracht. Foto: -sibe-

Den Fluss entdecken, Tiere und Pflanzen erforschen und in der Natur spielen – die „Waldwoche“ der Kindertagesstätte St. Lambertus bietet den Kindern ein einmaliges Erlebnis in der freien Natur. 66 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren sind zusammen mit ihren neun Betreuerinnen noch bis nächste Woche Donnerstag im Wald von Landwirt Hermann Borgschulte unterwegs, um das eine oder andere spannende Abenteuer zu erleben.

„In erster Linie geht es darum, dass die Kinder die Natur von selbst entdecken. Da es keine vorgefertigten Spielzeuge gibt, sollen sie mit Gegenständen spielen, die sie im Wald finden“, erklärte Kindergartenleiterin Christina Decker. Es seien ganz andere Fähigkeiten gefordert als in der gewohnten Umgebung.

Bei den Kindern kommt die „Waldwoche“ super an. Neugierig wird das mit Flatterband abgesteckte Wald-Areal erkundet, gespielt und gebaut. Neben dem Finden von Federn, Eierschalen, Fellen und Gewöllen konnten die jungen Entdecker auch Vogelnester bestaunen oder am nahe gelegenen Fluss Staudämme und Brücken bauen. In Teamarbeit wurden große Hütten aus Ästen und Stöcken errichtet, in die sich die Kinder „zurückziehen“ können. Um den Wald mit allen Sinnen zu erleben, gibt es für die Mädchen und Jungen ein „Waldmemory“, bei dem sie durch Ertasten verschiedener Gegenstände – wie etwa Steine, Geweihe, Hölzer oder Nüsse – das passende Gegenstück finden müssen. Ein weiteres Erlebnis ist der „Waldweg“, auf dem die Kinder mit verbundenen Augen an einem Seil von Baum zu Baum wandern und so den Wald noch mal anders entdecken.

Am Freitag war die „rollende Waldschule“ zu Besuch. Martin Sievers, Betreuer dieser Einrichtung der Kreisjägerschaft Warendorf, hatte 116 Präparate von heimischen Tieren mitgebracht, um diese den jungen Abenteurern näher zu bringen. „Durch Anfassen sollen die Kinder merken, dass sich beispielsweise das Fell eines Hasen anders anfühlt als das Fell eines Wildschweins, oder dass sich das Sommer- deutlich von dem Winterfell eines Rehs unterscheidet“, erzählte Sievers, der den Kindern zeigen möchte, wie vielfältig und interessant die Natur sein kann. Die Mädchen und Jungen erfuhren auch, wo etwa der Fasan lebt und, dass es in Walstedde keine Wölfe gibt.

Ein anderes faszinierendes Thema für die Kinder war der Fuchs. Sievers erklärte ihnen, wo der Fuchs heimisch ist, und wofür er seine Krallen und seine Pfoten benötigt. „Mit den Vorderpfoten gräbt er seinen Bau, mit den Hinterpfoten hält er sich sauber und kratzt sich Schmutz und Parasiten aus dem Fell“, so der Betreuer der Waldschule.

Die „Waldwoche“ wird vom Lambertus-Kindergarten seit 2004 ein Mal im Jahr veranstaltet. Am kommenden Mittwoch wird ein Waldgottesdienst von Pater Johny gehalten.

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