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Verein und Zirkus kooperieren

Freiluft-Manege für Ferienkinder

Drensteinfurt

Ein eigenes Zelt stellt der Verein „Drensteinfurter Sonnenstrahl“ für sein diesjähriges Ferienprojekt nicht auf. Weil die Kinder am Ende der Workshop-Woche aber trotzdem eine schöne Abschlussvorstellung bekommen sollen, wird nun mit der Zirkusfamilie Tränkler kooperiert.

Von Nicole Evering

Heike Kettner (Verein „Drensteinfurter Sonnenstrahl“, r.) und Janine Tränkler (Zirkus „Fantasia“) machen in den Sommerferien gemeinsame Sache beim Ferienprojekt. Foto: Foto: Nicole Evering

Wer die ganze Woche fleißig übt, der will am Ende zeigen, was er alles gelernt hat. Das gilt auch für die Kinder, die sich in der sechsten Sommerferienwoche (9. bis 14. August) für den Mitmachzirkus „Zapp Zarap“ angemeldet haben. Doch coronabedingt finden die Workshops nicht wie gewohnt im Zirkuszelt auf der großen Wiese an der Konrad-Adenauer-Straße statt, sondern wie im vergangenen Jahr am Kulturbahnhof. Wie also die abschließende Aufführung atmosphärisch schön gestalten?

Eine tolle Lösung für dieses Problem haben Heike Kettner, Vorsitzende des Vereins „Drensteinfurter Sonnenstrahl“, und Janine Tränkler vom Zirkus „Fantasia“ gefunden. Der Zirkus, der schon seit vielen Jahren sein Winterquartier auf dem Gelände des Amtshofes bezieht, stellt Erfahrung und Equipment zur Verfügung, um eine Open-Air-Vorstellung zu ermöglichen. Eine Win-win-Situation, denn die Kinder dürfen ihr Können in einer richtigen Manege präsentieren, und Familie Tränkler, die seit fast eineinhalb Jahren im Corona-Stillstand verharrt, hat wieder Einnahmen zu verzeichnen. „Das Geld, das wir sonst in das eigene Zelt investiert hätten, kommt nun dem Zirkus ‚Fantasia‘ zugute“, freut sich Heike Kettner über das gelungene Arrangement.

Letzte Vorstellung im Herbst 2019

„Endlich wieder ein bisschen Zirkusluft schnuppern!“, sagt Janine Tränkler, und ihre Augen leuchten voller Vorfreude. Die letzte Vorstellung hat die Familie im Herbst 2019 gegeben. Seitdem wartet sie darauf, dass die Corona-Regeln gelockert werden. Das ist zwar derzeit der Fall, doch die meisten Städte hätten nicht den Mut, Buchungen noch für dieses Jahr festzuzurren, berichtet Tränkler. „Wir haben erst konkrete Zusagen für 2022.“ 14 Familienmitglieder sowie die Zirkustiere wollen aber trotzdem versorgt werden – eine schwierige Situation.

Und deshalb eine gute Idee, die Experten vor Ort in das entsprechende Ferienprogramm einzubinden, findet Heike Kettner. Denn neben den vereinseigenen 26 Helfern und den beiden „Zapp Zarap“-Pädagogen werden auch die Tränklers die Workshop-Woche begleiten, um Tipps und Ideen beizusteuern. Außerdem wollen sie schauen, in welchen Disziplinen sich die Mädchen und Jungen – mit 80 angemeldeten Kindern ist das Ferienangebot ausgebucht – ausprobieren werden. In der gemeinsamen Vorstellung zum Abschluss der Woche werden die Schausteller das Programm nämlich mit eigenen Darbietungen ergänzen. „Womit genau, da sind wir dann flexibel“, sagt Janine Tränkler. In jedem Fall bekämen die Ponys einen Auftritt, das stehe schon fest.

Janine Tränkler

Aus Strohballen und Bierzeltgarnituren soll auf dem Amtshof-Gelände eine Freiluft-Manege entstehen. Sollte der Wetterbericht Regen ankündigen, könnte das riesige Zeltdach darüber aufgespannt werden, sodass Artisten und Zuschauer trocken bleiben, gleichzeitig aber für Frischluft gesorgt ist. Denn: In allen Planungen spielt die Corona-Pandemie immer noch eine große Rolle, wie Heike Kettner betont. „Wir wollen da kein Risiko eingehen.“ Deshalb seien in der Workshop-Woche auch feste Kleingruppen vorgesehen. Und ob am Ende tatsächlich Zuschauer bei den Vorstellungen, die an dem Samstag für 11 und 14 Uhr vorgesehen sind, dabei sein dürfen und auch Verpflegung mit Kaffee, Kuchen und Würstchen möglich sein wird, das soll sich erst in der Woche vor dem Zirkusprojekt entscheiden. Für die Zuschauer würde eine Test- (nicht für Geimpfte und Genesene) sowie eine Maskenpflicht gelten. „Wir bleiben da mit den Eltern in Kontakt.“ Heike Kettner ist aber zuversichtlich, zumindest, was das Wetter angeht: „Wir hatten in den vergangenen Jahren keinen einzigen Tag Regen.“

Corona-Regeln

Trotz niedriger Inzidenzen gilt für Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit außerhalb der Unterrichtszeit eine Testpflicht. Diese will der Verein „Drensteinfurter Sonnenstrahl“ für sein Zirkusprojekt wie folgt umsetzen: Geplant ist, die Kinder täglich vor Ort zusammen mit Mitarbeitern der Wagenfeld-Apotheke auf Corona zu testen, um sich in dieser Hinsicht rechtlich abzusichern. Die Erziehungsberechtigten müssen dazu im Vorfeld ihr Einverständnis geben. Wer dies nicht tun möchte, der muss selbst dafür sorgen, dass sein Kind täglich einen offiziellen negativen Test vorzuweisen hat, der nicht älter als 24 Stunden ist.

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