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Gedenkfeiern zum Volkstrauertag

„Für Frieden und Freiheit eintreten“

Drensteinfurt

„Der Volkstrauertag ist wichtiger und aktueller denn je.“ Mit eindringlichen, mahnenden Worten hat Andreas Brinkmann, stellvertretender Bürgermeister, in seiner Ansprache die Bedeutung des Gedenktages hervorgehoben.

Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Brinkmann nahm in seiner Rede Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Foto: Nicole Evering

Der Volkstrauertag solle ein Moment der Besinnung und des Innehaltens sein. „Es geht darum, Geschichte zu bewahren und lebendig zu halten.“ Und Respekt vor den Opfern zu zeigen, die eines vermeidbaren Todes gestorben seien.

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Drensteinfurter Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen am Sonntag an der Gedenkstunde am Ehrenmal teil. Unter ihnen auch eine Gruppe Geflüchteter aus der Ukraine, die in Drensteinfurt Zuflucht vor dem Krieg in ihrer Heimat gefunden hat.

Und eben da setzte Brinkmanns Rede an. An diesem Tag gelte es nicht nur, an die zahllosen Opfer der beiden Weltkriege sowie an die Menschen zu erinnern, die weltweit unter Gewalt litten. „Wir denken oft: Kriege sind weit weg. Nein, das sind sie nicht.“ Der Überfall Russlands auf die Ukraine habe Bilder zurückgebracht, von denen man geglaubt habe, dass sie sich in Europa nie wiederholen würden. „Wir müssen für Frieden und Freiheit eintreten und können uns aus diesem Konflikt nicht einfach heraushalten.“ Das sei man den Menschen im Osten Europas schuldig, die den Willen zur demokratischen Selbstbestimmung hätten und für eine friedvolle Zukunft kämpften. Kriege zeigten, wozu Menschen fähig seien, im Guten wie im Schlechten, so Brinkmann – der sein Mitgefühl ausdrücklich auch allen gefallenen russischen Soldaten aussprach, die dem Geschehen nicht hätten ausweichen können oder unter falschem Vorwand in den Krieg geschickt worden seien.

Fahnenabordnungen örtlicher Vereine

Angeführt vom Spielmannszug Grün-Weiß hatten sich die Teilnehmer am Vormittag in einem Marsch von der Kurzen Straße in Richtung Landsbergplatz begeben. Beteiligt waren Fahnenabordnungen unter anderem der örtlichen Schützenvereine, der KAB und des Kolping. Vertreter der Bundeswehr, der Stadt und der Jugendfeuerwehr legten Kränze am Ehrenmal nieder. Musikalisch untermalt wurde die Feierstunde vom Männergesangverein und dem Posaunenchor der evangelischen Gemeinde. Zum Abschluss wurde gemeinsam die deutsche Nationalhymne gesungen.

Zeitgleich hatten auch in Rinkerode und Walstedde Gedenkfeiern zum Volkstrauertag stattgefunden.

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