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Vor 80 Jahren wurden die letzten Drensteinfurter Juden deportiert

Geld, Kleider und ein Kanonenofen

Drensteinfurt

Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die die Ereignisse im Dezember 1941 persönlich erlebt haben. Vor mittlerweile genau 80 Jahren wurden kurz vor Weihnachten die letzten Drensteinfurter Juden nach Riga deportiert.

Von Dietmar Jeschke

Wer die Qualen im Ghetto von Riga überlebt hatte, der wurde nach dessen Auflösung im Jahr 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Foto: dpa

Siegmund Salomons Name stand auf der Liste. Ebenso wie der seiner Frau Else und der von Tochter Irma, damals gerade einmal zwölf Jahre alt. Dazu hatte der Amtsbezirk Drensteinfurt die Bürger Helene und Ema Terhoch, Jenny Seelig, Johanna Salomon und deren Töchter Frieda (19 Jahre) und Herta (17 Jahre) auf Anforderung der Gestapo gesondert erfasst. Unter dem Vorwand, aus ihrer Heimat „evakuiert“ zu werden, wurden die letzten in der Wersestadt lebenden Mitglieder der jüdischen Gemeinde am 11. Dezember 1941 und damit vor nun genau 80 Jahren nach Riga deportierte. Die nachfolgenden Strapazen, Leiden und Entbehrungen überlebte lediglich Hertha Salomon, die später als Herta Herschcowitsch in Israel lebte.

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