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Stadt leistet Hochwasser-Hilfe

Geräte statt Geld fürs Ahrtal

Drensteinfurt

Nachdem die Bezirksregierung der Stadt eine direkte Finanzhilfe für die Flutopfer untersagt hatte, startete die Verwaltung nun einen neuen Versuch. In Absprache mit dem Bauhof wurden entbehrliche, aber im Hochwassergebiet dringend benötigte Gerätschaften in die Region gebracht.

Jan Schwering (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, v.l.), Thomas Schlüter (Leiter Bauhof) und Christoph Britten (Leiter Baumt) sind froh, den Betroffenen in den Hochwassergebieten nun auf andere Weise als mit Geld helfen zu können. Foto: Stadt

Am Dienstag sind Gerätschaften des Bauhofes der Stadt Drensteinfurt auf den Weg in die Hochwasserregion Dernau an der Ahr gebracht worden. „Nachdem wir in der vergangenen Woche bedauerlicherweise über die Bezirksregierung erfahren haben, dass wir keine Geldspende an die vom Hochwasser betroffenen Regionen übersenden dürfen, haben wir sofort überlegt, wie wir anderweitig helfen können“, erklärt Jan Schwering, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Möglichkeiten, wie man vor Ort unterstützen kann, ergeben sich sowohl in personeller Hinsicht als auch durch die Leihgabe technischer Gerätschaften. Und genau das tut die Stadt Drensteinfurt nun: „Wir haben am Bauhof mehrere Gerätschaften wie Notstromaggregate, einen Hochdruckreiniger und einen Anhänger, die wir problemlos auch über einen längeren Zeitraum verleihen können“, erklärt Fachbereichsleiter Christoph Britten. Diese Gerätschaften werden nun in die Krisenregion Dernau an der Ahr transportiert, wo sie zum Einsatz kommen.

„Parallel dazu haben wir mit rund 25 Städten, Kreisen und Bezirksregierungen in den von Hochwasser betroffenen Regionen Kontakt aufgenommen, um zu erfragen, welche Unterstützung vor Ort am meisten gebraucht wird. Die Rückmeldungen waren sehr heterogen und reichten von ‚kein Bedarf‘ bis zu ‚Aufräumhelfer und Bautrockner‘“, so Schwering. Die Stadt habe sich daraufhin entschieden die vom Hochwasser betroffenen Regionen anzuschreiben und kurz- sowie mittelfristige Hilfe anzubieten. Denn: Die Sorge vor Ort sei, dass die Bereitschaft zu helfen in einigen Wochen nachlassen könnte – der Wiederaufbau werde dann aber noch nicht abgeschlossen sein.

„Aus dem Kreise der Mitarbeiter des Bauhofes kam dann die Idee, ob wir nicht beim Wiederaufbau von Spielplätzen helfen können“, erklärt Thomas Schlüter, Leiter des Bauhofes. Diese Idee habe man gerne aufgegriffen und werde den betroffenen Kommunen die Hilfestellung anbieten, so Jan Schwering abschließend.

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