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Geschändet und fast vergessen

Synagogenverein kümmert sich seit drei Jahrzehnten  um das ehemalige Bethaus

Drensteinfurt

Drei Jahrzehnte ist es her, dass der Kampf für den Erhalt der ehemaligen Synagoge zur Gründung eines eigenen Vereins geführt hat. Zahlreiche Lesungen, Konzerte und Schülerveranstaltungen haben seitdem stattgefunden. Coronabedingt geht jedoch seit 2020 nichts.

Von Dietmar Jeschke

Anfang vergangenen Jahres hatte Heiko Schwarz den Vorsitz des Synagogenvereins übernommen. Trotz vieler guter Veranstaltungsideen war jedoch coronabedingt seitdem rein gar nichts in der seit 1992 bestehenden Gedenkstätte möglich. Foto: Dietmar Jeschke

Mit viel Engagement in nur kleiner religiöser Gemeinschaft gebaut, über Jahrzehnte als Gotteshaus verehrt, danach geschändet, umgenutzt und schließlich verwahrlost und irgendwie fast vergessen: Als sich die Teilnehmer des Gesprächskreises der evangelischen Martinsgemeinde im Jahr 1990 zusammensetzten, um ihrem Ansinnen zum Erhalt der ehemaligen Synagoge einen festen organisatorischen Rahmen zu geben, war das Gebäude, dessen Erhalt sie sich auf die Fahnen geschrieben hatten, bereits 118 Jahre alt. Und angesichts der wechselvollen Geschichte und Nutzung befand es sich alles andere als in einem guten Zustand. Doch das sollte sich ändern. So machte sich der „Förderverein Alte Synagoge e.V.“ nicht nur für die umfassende Sanierung des historisch bedeutsamen Kleinodes stark. Er sorgte vielmehr fortan auch dafür, dass das Gebäude seinem Sinn als Gedenkstätte entsprechend genutzt wird.

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