Kirchengemeinde wählt ihre höchsten Mitbestimmungsgremien

Glaube und Wissen sind gefragt

Drensteinfurt

Die Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Regina sind im November zum Urnengang aufgerufen, um über die Zusammensetzung der wichtigsten Mitbestimmungsorgane zu entscheiden. Für die Neubesetzung von Kirchenvorstand und Pfarreirat werden nun Kandidaten gesuchten.

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Werben als Mitglieder von Pfarreirat und Kirchenvorstand für die Wahl der höchsten gemeindlichen Mitbestimmungsgremien im November (v.l.): Lukas Perathoner aus Rinkerode, Bernhard Krellmann aus Walstedde, Stephanie Lütke Wöstmann aus Rinkerode, Daniel Dubowy aus Walstedde und Hermann Schulte Huxel aus Drensteinfurt. Foto: Kirchengemeinde

Nicht nur auf politischer Ebene stehen mit der Neuzusammensetzung des Bundestages in diesem Jahr richtungsweisende Wahlen an. Auch in der Pfarrgemeinde St. Regina werden die sprichwörtlichen Weichen neu gestellt: Unter dem Motto „Weil uns die Kirche nicht egal ist“ sucht die Gemeinde Kandidaten für die höchsten Mitbestimmungsgremien: den Kirchenvorstand und den Pfarreirat. Stattfinden wird der Urnengang am 6. und 7. November.

Was den zehnköpfigen Kirchvorstand betrifft, so werden die Hälfte der Mitglieder für sechs Jahre neu gewählt. „Der Kirchenvorstand entscheidet unter anderem über den Haushalt der Kirchengemeinde, Baumaßnahmen und die Einstellung des Personals“, berichtet Pastor Jörg Schlummer. „Vier Kindergärten, zwei Friedhöfe, drei Kirchen, Kapellen, Pfarrheime und Pfarrhäuser, Grundstücke und viele pastorale Maßnahmen spielen da eine Rolle.“

Schlummer selbst ist Vorsitzender des Kirchenvorstandes, doch auch er hat nur eine Stimme in diesem elfköpfigen Gremium. „Der Kirchenvorstand ist somit ein echtes demokratisches Leitungsgremium der Kirche vor Ort“, erklärt der Pfarrer. „Neben dem christlichen Engagement ist insbesondere das berufliche und fachliche Wissen der Kandidatinnen und Kandidaten zum Wohl der Kirchengemeinde in diesem Gremium gefragt.“ Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchengemeinde, die am Wahltag 18 Jahre alt sind und seit einem Jahr in der Kirchengemeinde wohnen. Wählbar in dieses Gremium sind Wahlberechtigte, die am Wahltag 21 Jahre alt sind.

Der Pfarreirat hat die Aufgabe, mit dem Seelsorgeteam das pastorale Wirken in der Pfarrei so zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche für die Menschen präsent ist. Wahlberechtigt für die Pfarreiratswahlen sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag 14 Jahre alt sind. Kandidaten müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Für den Pfarreirat werden zehn Personen im Herbst gewählt.

„Die Wahlausschüsse der Kirchengemeinde schauen sich in den kommenden Wochen nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die beiden Mitbestimmungsgremien um, um diese auf die Wahlvorschlagsliste zu setzen“, erläutert Jörg Schlummer das Prozedere für die nächsten Wochen. „Etliche Personen stehen wieder zur Wahl, andere müssen noch gefunden werden. Interessierte, wählbare Mitglieder der Kirchengemeinden, die nicht durch den Wahlausschuss benannt werden, können sich auch mit Unterstützung von Wahlberechtigten selbst auf die Liste setzen lassen. Ein Kontakt ist über die Kirchenbüros möglich.“

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