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In Walstedde entstehen 22 Mietwohnungen

Grünes Licht für Neubauten

Walstedde

Elf Jahre, nachdem der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Schulze-Wiescheler-Biermann“ aufgestellt worden ist, könnte es nun mit der Bebauung tatsächlich etwas werden. Im Fachausschuss stellte die Verwaltung die Pläne zur Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern auf dem Villengelände vor.

Von Dietmar Jeschke

Rund um den alten Villenkomplex sollen drei moderne Mehrfamilienhäuser entstehen, die sich gestalterisch der historischen Bebauung unterordnen und dabei an Scheunen erinnern sollen. Foto: Jeschke / Grafiken: Stadt

Gut „Ding“ will bekanntlich Weile haben. Das trifft wohl auch auf ein Bauprojekt zu, über das bereits im Jahr 2010 rege diskutiert worden war. Am Ende stand der Bebauungsplan „2.05 Schulze-Wiescheler-Biermann“. Seitdem ist buchstäblich eine Menge Gras über die Sache gewachsen – gebaut wurde nämlich zwischen Dorfstraße, Schulzenweg und Föhrkamp bis heute nicht. Doch das dürfte sich in absehbarer Zeit ändern. Nachdem die Verwaltung in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses die neuen Pläne für das Areal vorgestellt hat, gilt das ohnehin eher formelle gemeindliche Einvernehmen als erteilt.

Wie berichtet, plant ein Investor auf dem großflächigen und am Rande dicht bewachsenen Villen-Areal die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 22 Wohneinheiten. Die entsprechenden Abstimmungsgespräche dazu, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten, laufen nun schon seit gut zwei Jahren, in denen an verschiedenen Stellen des Ursprungsentwurfes noch einmal gehörig gefeilt wurde. Das Ergebnis: „Eine Planung, die so umgesetzt werden kann“, erklärte Britten.

Die drei neuen Häuser sollen sich gestalterisch dem Villenkomplex unterordnen. Das historische Bauwerk selbst soll im Zuge der Maßnahme gleichfalls saniert werden. Insgesamt positiv sei zudem das Verkehrskonzept zu bewerten, schilderte der Bauamtsleiter. So sollen die notwendigen Stellplätze zentral auf dem eigenem Areal angelegt werden, was nach einem entsprechenden Lärmschutzgutachten zu keinerlei Beeinträchtigung der Nachbarschaft führe. „Die Grenzwerte für ein allgemeines Wohngebiet werden eingehalten“, versicherte Britten.

Die innere Erschließung der Fläche soll über Fuß- und Radwege erfolgen. Vorgesehen sind ferner eine große Fahrradabstellanlage, Ladestationen für E-Fahrzeuge, Behindertenparkplätze und Gemeinschaftsflächen wie ein Spiel- und Grillplatz.

„Es ist schön, dass die alten Bäume erhalten bleiben“, erklärte Bernhard Lips (Grüne) mit Blick auf die Tatsache, dass der gewachsene Baumbestand im Bebauungsplan verankert ist und auch nicht zugunsten von Ersatzpflanzungen weichen muss. Auch sein Fraktionskollege Marc Harenkamp kann der Planung viel Positives abgewinnen, entspreche sie doch voll und ganz dem Prinzip der Nachverdichtung. „Es ist eine sehr begrüßenswerte Anlage“, meinte Werner Schmidt (CDU). Seine Frage danach, ob denn auch sozialer Wohnraum entstehen wird, musste Christoph Britten allerdings verneinen. Geplant seien vielmehr durchweg barrierefreie Mietwohnungen.

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