Vorbereitungen für das Sommerferienprogramm laufen

„Halli-Galli“ ist gestrichen

Drensteinfurt

Corona und kein Ende in Sicht: Wegen der Pandemielage steht schon jetzt fest, dass die beliebten Feriengroßveranstaltungen „Halli-Galli“ und „Minilon“ erneut ausfallen werden. Derzeit arbeitet das Team um Jugendpfleger Rüdiger Pieck an einem Alternativprogramm.

Dietmar Jeschke

Das Sommerferienprogramm wird deutlich anders aussehen als gewohnt. Aus den Corona-Erfahrungen des vergangenen Jahres haben die Organisatoren um Jugendpfleger Rüdiger Pieck ein vollkommen neues Grundkonzept erarbeitet. Foto: Stadt

Lockdown, Distanzunterricht und seit einigen Wochen nun auch noch eine nächtliche Ausgangssperre: Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor den Alltag. Und auch wenn es mit dem Impfen mittlerweile deutlich vorangeht: Wann wieder ein „normales Leben“ möglich sein wird, vermag derzeit noch niemand zu sagen. Eine Ungewissheit, die auch den „Machern“ des Sommerferienprogramms gehörig zu schaffen macht. „Niemand kann heute verbindlich sagen, ob es im Sommer ein Ferienprogramm für Kinder geben darf oder wie dann die Vorgaben dafür aussehen werden. Die Tendenz bei den Infektionszahlen und die laufende Impfkampagne geben aber Grund zur Hoffnung“, berichtet Rüdiger Pieck.

Im Kulturbahnhof, so der Stadtjugendpfleger weiter, laufen die Vorarbeiten für die Sommerferien trotz aller Unwägbarkeiten auf hohen Touren. Wobei man in Sachen „Corona“ mittlerweile ja auch über reichlich Erfahrung verfügt. „Ganze 568 Angebote wurden im Sommer 2020 vom Team gemanagt, außerdem die Jugendkulturwoche in den Herbstferien. Zuletzt wurde innerhalb von zwei Tagen ein Osterferienprogramm aus dem Boden gestampft“, blickt Pieck zurück.

Bevor es an die Detailplanung für den Sommer ging, mussten aber einige grundlegende Fragen geklärt werden. Mit klaren – und für einige „Stammgäste“ wohl überaus schmerzlichen – Antworten. Denn die beliebten Großveranstaltungen „Halli-Galli“ und „Minilon“ fallen auch in diesem Jahr aus. Und auch die Ersatzveranstaltungen „Kuba-Galli“ und „Kubalon“ aus dem vergangenen Sommer wird es dieses Mal nicht geben. Anders als das „Baucamp“, das wie gewohnt in der dritten Ferienwoche starten wird.

Wie der städtische Jugendpfleger weiter erläutert, werden die Angebotsformen „Betreuung“ und „Freizeitgestaltung“ erneut strikt voneinander getrennt. Der Betreuungsbedarf werde in den ersten drei Ferienwochen durch die Offenen Ganztagsschulen gedeckt. Das Ferienprogramm diene allein der Freizeitgestaltung. Und damit letztere trotz Corona nicht zu kurz kommt, haben Pieck und sein Team eine komplett neue Grundstruktur entwickelt. „Weniger kleinteilig soll es diesmal ausfallen, dafür mehr Gruppenerlebnisse bieten. Außerdem sollen Kinder mehr Möglichkeiten haben, sich selbst einzubringen“, erklärt Rüdiger Pieck.

Zu diesem Zweck haben sich die Organisatoren von den Wochenmottos verabschiedet. An deren Stelle tritt nun eine neue Wochenstruktur, die mindestens die ersten vier Ferienwochen gliedern soll. Die Vormittage von Montag bis Mittwoch sind für Projekte reserviert. „Hier arbeiten Kinder und Teamer drei Tage lang als kontinuierliche Gruppe zusammen. Welche Projekte im Einzelnen angeboten werden, steht noch nicht fest. Hier dürfen gerne noch Wünsche geäußert werden“, erläutert der Jugendpfleger.

Auch am Donnerstag und am Freitag soll mehr Zeit in Gruppen verbracht werden. Dann stehen Tagesaktionen auf dem Programm. Das können Ausflüge sein oder größere Spielaktionen vor Ort.

Flankiert werden Projekte und Tagesaktionen durch einzelne Workshops am Nachmittag oder Abend. „Wobei die späten Workshops Angeboten gewidmet sein werden, die wirklich in die Abendstunden gehören: einem Casino, einer Nachtwächterführung oder einem Gruselfest“, so der Leiter des Kulturbahnhofes.

Bislang noch unklar sei, wie viele Kinder an den Angeboten teilnehmen dürfen. Dazu gelte es die dann geltenden Regeln abzuwarten. Stattfinden sollen die meisten Aktionen rund um den Kulturbahnhof. „Es soll aber in jeder Woche auch Angebote in Rinkerode und Walstedde geben, um Kindern und Eltern zu viel Fahrerei zu ersparen“, betont Pieck. Erneut seien alle Gruppen und Vereine eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen am Ferienprogramm zu beteiligen.

Noch offen ist übrigens, ob die geplanten Ferienfreizeiten SKiFF, DSC und das Lager der Pfadfinder stattfinden können. Die Rinkeroder Ferienfreizeit (RiFF) wurde bereits abgesagt. Die Teams von SKiFF und DSC haben schon angekündigt, sich wieder mit Angeboten am Ferienprogramm zu beteiligen, sollten die Fahrten ins Ferienlager nicht stattfinden dürfen, so Rüdiger Pieck abschließend.

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