Neue Klinik eingeweiht

Hilfe für Kinder – und Familien

Walstedde

Mit einer Feierstunde und einem anschließenden Fachsymposium wurde die neue Familientagesklinik des Hauses Walstedde feierlich eingeweiht. Professor Dr. Dr. Josef Weglage und Dr. Khalid Murafi begrüßten dazu neben Bürgermeister Carsten Grawunder auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller.

Dierk Hartleb

Freuten sich über die Eröffnung der neuen Familientagesklinik, die im Rahmen eines Fachsymposiums (kl. Bild) eröffnet wurde: die Chefärzte Giulio Calia und Ludger Kaiser, Bürgermeister Carsten Grawunder, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Professor Dr. Dr. Josef Weglage und Dr. Khalid Murafi (oben, v.li.). Foto: -sre/hat-

Auch wenn der Begriff nicht ausdrücklich fiel: Das Gesundheitszentrum Haus Walstedde ist eine Erfolgsgeschichte. Sie wurde am Samstagmorgen mit dem Symposium zur Eröffnung der Familientagesklinik fortgesetzt, zu dem Professor Dr. Dr. Josef Weglage unter den zahlreichen Gästen neben Bürgermeister Carsten Grawunder auch Regierungspräsidentin Dorothee Feller begrüßte.

Im 16. Jahr ihres Bestehens schickt sich die Einrichtung an, einen weiteren großen Sprung nach vorn zu machen. Auf der Zeittafel, die Weglage den Gästen präsentierte, taucht das aktuelle Jahr gleich fünf Mal auf: die Eröffnung der Schule am Böcken, die Einweihung der Familientagesklinik, der Baubeginn für das Patientenhotel, der Kauf der früheren Volksschule Schulze Brockhausen in Ahlen (ehemalige Feuerwehrausbildungsstätte) und die Einweihung der Transitionsstation für Patienten.

Bei allen Projekten habe sich die gute und vielfach auch unbürokratische Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung in Münster bewährt. Dafür dankte Weglage Bürgermeister Grawunder und Regierungspräsidentin Feller ausdrücklich. In diesen Dank einbezogen wissen wollte Weglage auch die Kassenärztliche Vereinigung und die AOK. Er bedankte sich auch bei seinen Schwiegereltern, die ihm seinerzeit ihren Bauernhof als Keimzelle für die Gründung des Gesundheitszentrums überlassen hatten.

Die Regierungspräsidentin betonte in ihrem Grußwort, dass sie die Entwicklung des Gesundheitszentrums von Anfang an mit großem Interesse und Empathie verfolgt habe. Ihren ersten Besuch habe sie noch als Vizepräsidentin absolviert, der ihr das Gefühl vermittelt habe, „es könnte klappen“. Die Entwicklung, die das Gesundheitszentrum genommen habe, gebe ihr Recht.

„Die Krankenhauslandschaft in NRW steht vor großen Veränderungen“, sagte Feller. Es werde weitere Fusionen von Kliniken geben, wobei Fusionen nicht die einzige Antwort auf den zunehmenden wirtschaftlichen Druck sein könnten. Mit seiner Spezialisierung nehme das Gesundheitszentrum eine wichtige Versorgungsaufgabe wahr.

Seit der Gründung des Zentrums seien es wohl an die zehn Bauanträge gewesen, die die Drensteinfurter Verwaltung zu bearbeiten hatte. Das zeige, wie erfolgreich dort für die Menschen gearbeitet werde. Auch, wenn das Gesundheitszentrum seine Fühler inzwischen in die Nachbarstadt Ahlen ausgestreckt habe, äußerte Grawunder den Wunsch, „den Fuß in Walstedde zu lassen“.

Anschließend stellten die Chefärzte Giulio Calia (Kinder- und Jugendpsychiatrie) und Ludger Kaiser (Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene) das Konzept der Familientagesklinik vor und verdeutlichten, wie wichtig es sei, neben den Kindern auch die Eltern zu behandeln, deren Erkrankung oft Ursache für das Verhalten der Kinder respektive ihr Krankheitsbild sei. „Kinder psychisch kranker Eltern haben ein vielfach erhöhtes Risiko psychischer Störungen verglichen mit Kindern psychisch gesunder Eltern“, sagte Calia.

Die neue Tagesklinik an der Dorfstraße bietet zusätzlich sechs teilstationäre Behandlungsplätze für erwachsene Patienten.

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