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Hilfreiche Tipps für den Alltag

Kursus des Café Malta für Angehörige von Menschen mit Demenz

Drensteinfurt

In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro „Alter, Pflege und Demenz“ Münsterland, der Alzheimer-Gesellschaft im Kreis Warendorf und der AOK Pflegekasse boten die Organisatoren des Café Malta sechs Abende mit hilfreichen Informationen, Tipps und Anleitung für das Leben mit einem Angehörigen mit Demenz an.

In einem kostenlosen Kursus für Angehörige von Menschen mit Demenz wurden viele Informationen vermittelt, die Angehörigen Anleitung für ein Leben mit an Demenz Erkrankten geben können. Foto: dpa

Nachdem coronabedingt eine Pause von zwei Jahren eingelegt werden musste, bot das Café Malta der Malteser nun wieder einen kostenlosen Kursus für Angehörige von Menschen mit Demenz an. In Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro „Alter, Pflege und Demenz Münsterland“, der Alzheimer-Gesellschaft im Kreis Warendorf und der AOK Pflegekasse waren sechs Abende mit hilfreichen Informationen, Tipps und Anleitung für das Leben mit einem Angehörigen mit Demenz geplant, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren.

Rund 20 betroffene Angehörige nahmen teil. Betreuung und Pflege in der Familie war das erste Thema. Mit Annette Wernke vom Regionalbüro „Alter, Pflege und Demenz“ in Ahlen und Hedwig Eckhoff vom Café Malta gab es zunächst einen Austausch der Teilnehmer über ihre derzeitige Pflegesituation und die Auswirkungen der demenziellen Erkrankung auf die Familie.

Dr. Birgit Salomon informierte zunächst über Ursachen, Diagnose und Verlauf demenzieller Erkrankungen und sprach über Möglichkeiten und Grenzen ärztlicher Behandlung. Am dritten Abend ging es um Sturzprophylaxe. Bettina Neuhaus, Fachkraft für „Bewegt älter werden“, informierte über Mobilisation im häuslichen Bereich. Durch Gleichgewichts- und Kräftigungsübungen sei es möglich, Stürze zu vermeiden. Die Teilnehmer hätten sich mit viel Spaß an den praktischen Übungen ausprobiert und die Infos dazu gerne mit nach Hause genommen, heißt es im Bericht weiter.

Von Kommunikation bis zu Versicherungsfragen

Hilfreiche Umgangsweisen und Kommunikation mit Menschen mit Demenz waren am nächsten Abend vorgesehen. Annette Wernke zeigte auf, wie die innere Erlebniswelt von Menschen mit Demenz zu verstehen ist und gab hilfreiche Tipps, wie Probleme in der Verständigung gelöst werden können. Weiterhin erläuterte sie verständlich den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und Konflikten im Alltag. Außerdem gab sie Beispiele zu fördernden Aktivierungsmöglichkeiten.

Bernd Ziese, Leiter der Begutachtungsstelle Rheine, informierte sehr verständlich über die Begutachtung von Menschen mit Demenz im Rahmen des Pflegeversicherungsgesetzes. Er erklärte ausführlich den Verlauf einer Begutachtung und wie man sich darauf vorbereiten kann. Dabei wurden besonders die Hilfeleistungen bei Menschen mit Demenz berücksichtigt.

Claudia Steilberg, Systemischer Coach und Resilienztrainerin, referierte am fünften Abend zum Thema „Manchmal wird mir alles zu viel. Wie gehen die Pflegenden mit den eigenen Gefühlen um und wie pflegt man sich dabei selbst?“.

Am letzten Abend wurde über regionale Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Martin Kamps vom Regionalbüro „Alter, Pflege und Demenz Münsterland“ aus Ahlen informierte die Teilnehmer über entlastende Angebote und Hilfen im Pflege- und Betreuungsfall. Sehr ausführlich sprach er über die finanziellen Möglichkeiten, die auch durch die Pflegekassen nach Einstufung in die entsprechenden Pflegegrade zur Verfügung stehen.

Zum Schluss gab Hedwig Eckhoff noch einen Rückblick auf die sechs Kurstage und wies auf Möglichkeiten hin, in Kontakt zu bleiben.

Im kommenden Jahr werden die Angebote des Café Malta mit Vorträgen und informativen Café-Runden nach der Coronapause wieder aufgenommen.

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