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Kita St. Lambertus hat neue Leitung

Ihr Berufswunsch stand schon früh fest

Walstedde

Den Traumberuf Erzieherin hatte Laura Hülsmann schon für sich ausgemacht, da war sie selbst noch ein Kita-Kind. Konsequent hat sie diesen Weg verfolgt, der sie nun bereits früh im Leben in eine verantwortliche Position gebracht hat. Zum 1. Dezember hat die 26-Jährige die Leitung der Walstedder Kita St. Lambertus übernommen.

Von Nicole Evering

Laura Hülsmann leitet die Walstedder Kita St. Lambertus. Foto: Nicole Evering

Erst vor knapp fünf Jahren war Sabine Bäcker als Nachfolgerin von Christina Decker vorgestellt worden. Nun gibt es erneut einen Wechsel an der Spitze der Einrichtung. Laura Hülsmann kommt aus Werne-Stockum und hat nach der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin noch die berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachwirtin im Erziehungswesen absolviert. In den vergangenen Jahren war sie sowohl bei der Jugendhilfe Werne als auch in katholischen Kitas in Werne und Bergkamen tätig. Als die Stelle in Walstedde nun ausgeschrieben war, hat Hülsmann die sich ihr bietende Chance auf mehr Verantwortung ergriffen.

Marion Fritz, Verbundleitung der vier katholischen Kitas in Drensteinfurt, ist froh, die neue Kollegin für das insgesamt zehnköpfige Walstedder Kita-Team gewonnen zu haben. Denn der sich schon seit Jahren abzeichnende Fachkräftemangel macht sich in der Kinderbetreuung aktuell besonders deutlich bemerkbar: Nur zwei Bewerbungen habe es auf die Ausschreibung gegeben, sagt Fritz. „Und das ist nicht ungewöhnlich wenig, obwohl es sich sogar um eine attraktive und unbefristete Stelle handelt.“ Die Lage am Markt sei so angespannt, dass man Personal fast immer woanders abwerbe. Die Verbundleitung möchte eigentlich gerne noch weitere Springer installieren, um den Betrieb gerade in Urlaubs- und Krankheitszeiten aufrecht erhalten zu können. „Ich bin gespannt, ob wir die überhaupt besetzt bekommen“, sagt Fritz.

Anderer Personalschlüssel nötig

Dass die Umstände in den Kindertageseinrichtungen nicht immer rosig sind, hat auch Laura Hülsmann an ihren bisherigen Arbeitsorten schon erfahren müssen. „Aber die Kinder stehen im Fokus, und deshalb macht man einfach das Beste aus der Situation.“ Für diese macht Marion Fritz auch das Kibiz verantwortlich. „Wir bräuchten einen ganz anderen Personalschlüssel.“ 

Durch Krankheit fehlende Mitarbeiter waren auch der Grund dafür, dass Hülsmann in ihren ersten Tagen in Walstedde selbst viel Zeit mit den 55 Steppkes verbracht hat. Das sei aber auch schön gewesen. „So konnte ich alle Kinder und Gruppen schon kennenlernen.“ Nun gelte es, als Team zusammenzuwachsen. Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit will die neue Leiterin in den Bereichen Religion und Bewegung setzen.

Das noch recht junge Alter ihrer neuen Fachkraft sieht Marion Fritz eher als Vor- denn als Nachteil. „Ich selbst war auch mit 25 Jahren zum ersten Mal in Leitungsverantwortung.“ Da sei man doch gerade besonders engagiert. Zudem sei die Mischung entscheidend, und die passe in Walstedde gut – zumindest, was das Alter anbelange. Was sich die Verbundleitung grundsätzlich wünschen würde, wären mehr männliche Erzieher. Aktuell gibt es einen im Lambertusdorf, drei im Kita-Verbund der Pfarrgemeinde St. Regina insgesamt.

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