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 Vierter Teilabschnitt im Gebiet Meerkamp

Erster Spatenstich: Im Januar dürfen die Bauherren ran

Rinkerode

Nachdem die Vorarbeiten bereits vor einigen Wochen angelaufen waren, trafen sich die Verantwortlichen nun am Mittwoch zum offiziellen ersten Spatenstich zur Entwicklung des vierten Abschnitts im Baugebiet Meerkamp. Dort entstehen 17 weitere Baugrundstücke.

Von Dietmar Jeschke

Gut zehn Wochen später als geplant fand am Mittwoch der offizielle erste Spatenstich am Meerkamp statt. Grund für die Verzögerung war die anhaltende Materialknappheit. Doch mittlerweile sind Kanalrohre & Co. eingetroffen. Foto: Dietmar Jeschke

17 Grundstücke und nicht weniger als rund 270 Bewerber: Die Eckdaten des vierten, 16-fach überzeichneten Abschnitts im Rinkeroder Baugebiet Meerkamp sprechen auch ohne Quadratmeterpreise für sich. „Und sie machen deutlich, was das für Rinkerode heißt: Hier ist in der Zukunft noch viel zu tun“, sagte Bürgermeister Carsten Grawunder. Um im gleichen Atemzug anzudeuten, dass mit Blick auf die weitere Baulandentwicklung bereits konkrete Gespräche mit der Bezirksregierung über die künftige Gestaltung des Regionalplans laufen. Mit möglicherweise dann positiven Folgen für die rund 250 Familien, die ebenfalls gerne am Meerkamp bauen würden, dort aber eben keines der knappen und per Punkteverfahren vergebenen Grundstücke bekommen haben.

Zunächst jedoch wird nun erst einmal entlang der Eickenbecker Straße gebuddelt. Am Mittwoch trafen sich dort die Vertreter der Stadt, des Planungsbüros, der Erschließungsfirma Rottmann, der Politik, der Volksbank und der „Blueorange Development West GmbH“ zum symbolischen ersten Spatenstich. Dass die „blauorange“ Entwicklungsgesellschaft der Volksbanken in diesem Fall Erschließungsträger ist und die Vermarktung der Flächen über die Volksbank Immobilien Münsterland GmbH erfolgt, sei durchaus etwas ungewöhnlich, erklärte Carsten Grawunder. Denn normalerweise ist es in der Stadt Drensteinfurt nun seit Jahrzehnten Grundprinzip, dass die Stadt entsprechende Flächen im Zuge des kommunalen Bodenmanagements erwirbt und sie dann erschließt, um schließlich zwei Drittel der Grundstücke selbst zu vermarkten. Ein Drittel der Flächen geht an die Alteigentümer zur eigenen Verwendung zurück.

Ein Verfahren, das nicht nur den vielerorts explodierenden Baulandpreisen entgegenwirken, sondern auch Geld für städtische Infrastrukturprojekte in die Kasse spülen soll. Dass man darauf in diesem Fall verzichtet, erklärte der Bürgermeister, liege maßgeblich am Arbeitsaufkommen im städtischen Bauamt, das bekannterweise auch mit den Planungen zum Teilneubau der Rinkeroder Grundschule, zum Neubau der Walstedder Sport-Kita sowie nicht zuletzt mit der Entwicklung des großen Drensteinfurter Baugebiets Mondscheinweg befasst war und ist.

Umso erfreulicher sei es gewesen, dass man mit dem Erschließungsträger der Genossenschaftsbank, Modalitäten gefunden und vereinbart habe, die denen der Stadt in weiten Teilen entsprechen. So wurde der Quadratmeterpreis auf 240 Euro gedeckelt. Und die Vergabe der Grundstücke erfolgte wie gewohnt über ein (Sozial-)Punktesystem und damit getreu der kommunalen Kriterien.

Froh darüber, dass es nach jahrelanger Planung und einigen durchaus schwierigen Grundstücksverhandlungen nun endlich mit dem vierten Abschnitt losgeht, ist auch Rinkerodes Ortsvorsteher und CDU-Ratsmitglied Bernhard Stückmann. Denn vor allem manch junge Familie stehe seit Langem in den Startlöchern, um sich den Traum vom Eigenheim zu realisieren. Damit werden die künftigen Bauherren nun wohl auch nicht mehr allzu lange warten müssen. Denn wie Stephan Schürmann als Projektmanager Baulandentwicklung der „Blueorange Development“ erklärte, sollen die Erschließungsarbeiten Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Vorausgesetzt natürlich, das Herbst- und Winterwetter spielt mit und der anhaltende Baustoffmangel, der bereits im Vorfeld zu einer gut zehnwöchigen Verzögerung geführt hatte, macht sich nicht weiter negativ bemerkbar.

Eine zumindest vorläufige Entwarnung gibt es übrigens, was die bei ersten Vorarbeiten zur Grabenverfüllung im Wurzelwerk massiv beschädigten und rund 35 Jahren Alten Linden entlang der Eickenbecker Straße. Wie Bauamtsleiter Christoph Britten erklärte, habe eine erste Diagnose ergeben, dass die Standfestigkeit der Bäume wohl nicht gefährdet ist. Das finale Baumgutachten liege jedoch noch nicht vor. Dennoch habe man die Hoffnung, dass die als robust geltenden Linden sich wieder „berappeln“ und nicht gefällt werden müssen. Ob dies der Fall sein wird, werde sich aber wohl erst in den kommenden Jahren tatsächlich zeigen.

Das Baugebiet in Zahlen

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