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Auf die Gäste wartet ein buntes Programm

Ingré-Fahrer wohlbehalten angekommen

Drensteinfurt/Ingré

Nach elf Stunden Fahrt sind die 35 Drensteinfurterinnen und Drensteinfurter am späten Donnerstagnachmittag in Ingré angekommen. Auf die Delegation wartet ein buntes Programm, um so die Städtepartnerschaft zu vertiefen.

Von Dietmar Jeschke

Nach elf Stunden Busfahrt wurde die Delegation herzlich willkommen geheißen. Foto: Dietmar Jeschke

Ausschlafen am Vatertag? Das konnten am Feiertag Christi Himmelfahrt nicht nur die männlichen Teilnehmer der ersten Ingré-Fahrt nach vierjähriger, coronabedingter Zwangspause vergessen. Bereits um 5.45 Uhr in der Früh hieß es: Sammeln und Gepäckverladen an der Dreingau-Halle. Pünktlich um 6 Uhr machte sich der Bus dann auf den Weg auf die 740 Kilometer lange Etappe, die über Köln und vorbei an Aachen und Lüttich über Paris bis nach Orléans ins Département Centre-Val de Loire führte.

Nach elf Stunden Fahrt kam die insgesamt 35-köpfige Gruppe dort um 17 Uhr wohlbehalten an und wurde natürlich standesgemäß mit einem kühlen Willkommenstrunk begrüßt und schließlich von ihren Gastfamilien in Empfang genommen, wo die meisten Reisenden auch den ersten Abend verbringen sollten.

Austausch zu Politik und Gesellschaft

Die mitgereisten Vertreter der Ratsfraktionen, Martin Welscheit (CDU), Raphaela Blümer (Grüne) sowie Dirk Zache (SPD) nutzten dagegen samt Bürgermeister Carsten Grawunder und seiner Mitarbeiterin Regina Helm-Rickes die Gelegenheit, um sich mit ihren französischen Amtskollegen sowie mit Ingrés Bürgermeister Christian Dumas beim Abendessen in lockerer Atmosphäre über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen, die die jeweiligen Städte beschäftigen, auszutauschen. Auch eine Delegation aus dem italienischen Castel Maggiore, der zweiten Partnerstadt Ingrés, ist mit dabei.

Im Park des Kulturzentrums wurde ein Schild für die mittlerweile gut angewachsene Eiche enthüllt. Foto: Dietmar Jeschke

Am Freitag und Samstag standen und stehen für die Drensteinfurter Gäste noch echte Highlights auf dem Programm. Der erste Besuchstag begann für die Städtepartner mit einem persönlichen Austausch im Kulturzentrum Lionel Boutrouche und der Einweihung des Schildes für die mittlerweile gut angewachsene Eiche, welche die Drensteinfurter Delegation im Mai 2019 anlässlich der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages als symbolträchtiges Gastgeschenk mitgebracht hatte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen sollte es auf Entdeckungstour in die unmittelbar benachbarte Loire-Metropole Orléans mit ihren zahlreichen historischen Bauwerken gehen.

Am Samstag schließlich bewegen sich die Gäste auf den Spuren des Grafen Henri Hurault. Er nämlich ließ als Generalbevollmächtigter für das Gouvernement Orléans und Vogt von Blois zwischen 1620 und 1630 das berühmte Schloss Cheverny im frühen und streng klassizistischen Barockstil errichten, das noch heute von seinen Nachkommen bewohnt wird. Gemeinsam werden die Städtepartner nicht nur das Schloss und seine Gärten erkunden. Sie erwartet vielmehr noch eine Weinprobe sowie ein Picknick im Schlosspark.

Zur Drensteinfurter Delegation gehören unter anderem Bürgermeister Carsten Grawunder und Ehefrau Heike (v.l.), Dirk Zache, Raphaela Blümer und Martin Welscheit (r.). Mit im Bild:Franck Vignaud vom französischen Partnerschaftskommitee. Foto: Dietmar Jeschke

Der letzte Besuchsabend gilt schließlich der Kunst, der Kultur und natürlich der Geselligkeit. Nach der Einweihung der Ortseingangsschilder durch die offiziellen Städtevertreter werden die Gäste die Kunstausstellung des Drensteinfurter Kunstvereins besuchen und danach gemeinsam dinieren, bevor es am Sonntagmorgen heißt „Au revoir“ und „à bientôt“ – „Tschüss“ und „bis zum nächsten Mal“. Das übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in Drensteinfurt.

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