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Vortrag zum Thema „Glück“

Je älter, desto zufriedener

Walstedde

Drei Arten des Glücks erläuterte Prof. Dr. Tobias Esch bei seinem Vortrag zum Thema „Glück“ im Hotel „Leib und Seele“. Rund 80 Gäste hörten ihm interessiert zu und diskutierten anschließend lebhaft.

Rund 80 Gäste lauschten gespannt dem Vortrag von Prof. Dr. Tobias Esch (l.) Foto: Akademie Gegenwart

Mit einem Vortrag zum Thema „Glück“ hat sich die „Akademie Gegenwart“ in die Winterpause verabschiedet. 80 Gäste erlebten einen anspruchsvollen und unterhaltsamen Vortrag von Prof. Dr. Tobias Esch, einem Arzt, Neurowissenschaftler und Gesundheitswissenschaftler, im Hotel „Leib und Seele“ in Walstedde. Tobis Esch ist seit Februar 2016 Institutsleiter und Professor für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke, heißt es in einer Pressemitteilung der „Akademie Gegenwart“. Den ersten Glücksmoment bescherte der Pianist Simon Wiesrecker den Anwesenden zur Einstimmung mit der Erstaufführung einer Eigenkomposition am Klavier.

Esch erläuterte in seinem Vortrag die drei Arten des Glücks, die der Mensch über die Lebensspanne hinweg durchläuft: „Glück A, B und C“ nehmen ihren Ausgang – neurowissenschaftlich gesehen – im Belohnungssystem des Gehirns. Typ A nennt er das jugendliche Glück, das „Glück des Wollens“, die Motivation, etwas erreichen zu wollen, die Vorfreude auf die Abenteuerlust, „Satisfaction“, wie die Rolling Stones es genannt haben.

Stille Zufriedenheit im Alter

Während sich der Mensch bei Typ A aufmache, sich auf etwas hin bewege, wolle er beim Glück B lieber weglaufen. Er befinde sich in einer Situation, die unangenehm, schmerzhaft oder leidvoll sei. Dies könnten Konflikte in der Beziehung oder Stress am Arbeitsplatz sein. Das Gefühl, in jeder Hinsicht genau da richtig zu sein, wo man gerade ist, bezeichnet er als Glück Typ C.

Über die Lebenszeit des Menschen gesehen, beschreibt Tobias Esch diese Formen des Glücks als „U-Kurve des Glücks“. Sie reicht von den Glücksmomenten der Jugend bis zur stilleren Zufriedenheit im Alter. Dazwischen – im Alter zwischen ungefähr 30 und 59 Jahren – steckten die Menschen oft in einer Phase des Stresses, nicht wenige sogar in einem „Tal der Tränen“.

Lebhafte Diskussion

„Es klingt zwar paradox, aber einer der sichersten Vorhersagefaktoren für mehr Zufriedenheit ist zunehmendes Alter“, sagt Esch. Die meisten älteren Menschen blieben sogar dann zufrieden, wenn sie gebrechlicher würden und medizinisch gesehen nicht mehr ganz gesund seien.

Die anschließende lebhafte Diskussion habe gezeigt, dass die Zuhörer und Zuhörerinnen von diesem Thema sehr inspiriert waren.

Weiter geht es 2023 mit neuen, interessanten Vorträgen, die im Netz unter Akademie.Gegenwart.de zu finden und näher erläutert sind. Den Auftakt macht am 29. Januar der Vortrag: „In or out in Church – Ist die katholische Kirche noch zu retten?“: ein Vortrag von Lisa Kötter und Monika Schmelter, Mitbegründerinnen der Initiative „Maria 2.0“.

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