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Drensteinfurt

Junges Ensemble für alte Musik

Nicole Krellmann

Walstedde - Unter dem Titel „Ich steh´ an Deiner Krippen hier . . . “ präsentierte das Ensemble „Gli Uccelli“ am Dienstagabend weihnachtliche Vokal- und Instrumentalmusik in der Walstedder Pfarrkirche.

Als „junges Ensemble für alte Musik“ sehen sich die vier Jugendlichen selbst. Tatsächlich war das älteste Mitglied der Gruppe erst 14 Jahre alt, als „Gli Uccelli“, italienisch „Die Vögel“, im Sommer des vergangenen Jahres gegründet wurde. Dennoch spielen die vier heute bereits wie die ganz Großen. Musik vom 15. bis zum 18. Jahrhundert haben Jan und Marie Sprinz sowie Jonathan und Maximilian Volbers selbst zu ihrem Schwerpunkt auserkoren.

Auf ihren historischen Instrumenten präsentierten sie dementsprechend am Dienstag Musik aus vier Jahrhunderten. Zum Einsatz kamen dabei die Barockvioline, der Cembalo, der Barockcello, diverse Blockflöten und die Orgel.

Den Auftakt machte Maximilian Volbers mit einem Stück von Johann Sebastian Bach, das er auf der Orgel präsentierte. Es folgte das Lied „Wachet auf; ruft uns die Stimme“. Nicht nur bei diesem Stück wurde das Ensemble von Andreas Sprinz auf der Barockposaune sowie von Brigitte Meier-Sprinz, die auch die Leitung der Gruppe inne hat, auf der Blockflöte unterstützt.

Was die rund 30 Zuhörer im weiteren Verlauf des abwechslungsreichen Programms zu hören bekamen, war ein Leckerbissen für jeden Musikliebhaber. Wahrhaft meisterlich präsentierten die vier Nachwuchskünstler, was perfekte musikalische Harmonie bedeutet. Es war deutlich zu spüren, dass das Ensemble bereits seit vielen Jahren gemeinsam musiziert. Außergewöhnlich professionell und mit großer Leichtigkeit präsentierte die Gruppe ganz unterschiedliche Stücke - mal schneller, mal getragen - aber stets frei von jedem falsch getroffenen Ton.

Tatsächlich beherrschten alle Ensemble-Mitglieder gleich mehrere Instrumente. So spielte Jan Volbers bei der „Asonata a 3“ sogar innerhalb eines Liedes auf verschiedenen Blockflöten.

Bei der „Canzona La Cattarina“ wechselten Geige und Flöte im rasanten Wechsel. Auch gesanglich konnten die Musiker überzeugen. Besonders Brigitte Meier-Sprinz und Marie Sprinz hatten immer wieder gesangliche Solo-Einlagen. Dabei gewann Marie Sprinz mit „Maria durch ein Dornwald ging“ die Zuhörer für sich.

Bei drei Stücken wurde das Publikum aufgefordert, mitzusingen. Atempausen für die Jugendlichen ergaben sich bei verschiedenen kurzen Lesungen, die von Andreas Sprinz vorgetragen wurden. Am Ende des Konzertes wurden alle Musiker mit viel Applaus verabschiedet.

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