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Verzicht auf Martinsumzüge

Kinder feiern in kleiner Runde

Drensteinfurt

Lieder, Laternen und das Schauspiel von der Mantelteilung: All dies gehört zum Martinsumzug dazu. Doch wie schon im vergangenen Jahr wird es auch in diesem November keine große öffentliche Veranstaltung geben. In den katholischen Kitas wird in kleiner Runde gefeiert.

Von Nicole Evering

Laternenumzug und Martinsspiel werden auch in diesem Jahr nicht öffentlich stattfinden. Foto: -jhag-

„Wir haben beschlossen, darauf zu verzichten. Dafür ist uns die Lage bei größeren Veranstaltungen einfach noch zu unsicher“, sagt Marion Fritz, die als Verbundleitung der katholischen Kitas in der Stadt in die Planung involviert ist.

Zwar dürften die Umzüge rechtlich gesehen derzeit sogar ganz ohne Beschränkungen stattfinden, wenn nicht mehr als 2500 Besucher daran teilnähmen. Trotzdem haben viele Gemeinden in NRW die Planung gar nicht erst aufgenommen, auch, weil die aktuelle Corona-Schutzverordnung Ende Oktober ausläuft und für die kältere Jahreszeit wieder mehr Beschränkungen befürchtet werden.

So auch in Drensteinfurt, wo das bunte und gut besuchte Treiben auf den Kirch- und Dorfplätzen der Ortsteile sonst stets ein schönes Schauspiel ist.

Kitas haben eigene Pläne

Ganz verzichten müssen zumindest die Kita-Kinder aber nicht auf diese liebgewonnene Tradition. „Wir machen es wie im vergangenen Jahr, dass jede Kita intern einen eigenen kleinen Umzug plant“, verrät Fritz. Dabei sei es je nach Einrichtung ganz unterschiedlich, was für wen angeboten werde. Eine Kita feiere gruppenweise, in einer seien auch die Eltern eingeladen. „Da mache ich keinerlei Vorgaben“, betont Fritz, dass jedes Team selbst entscheiden könne, wie viel Öffentlichkeit es schon wieder zulassen wolle. Das sei ähnlich wie beim täglichen Bringen und Abholen der Steppkes, auch das handhabe jede Kita anders. „Und das ist auch völlig in Ordnung so“, steht Marion Fritz hinter den individuellen Entscheidungen. Man müsse sich erst einmal langsam wieder an eine gewisse Normalität herantasten.

„Verantwortungsvolle“ Entscheidung

Diese Entscheidung hält Martin Brinkötter, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, für „verantwortungsvoll“. Zwar spreche zumindest in der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung rechtlich nichts gegen einen solchen Umzug. Doch gerade weil Kinder noch nicht geimpft werden könnten, verstehe er es sehr gut, wenn man ein solches Event noch nicht wieder für alle anbiete. Andere Träger oder Vereine seien dazu auch noch nicht mit der Stadt in Kontakt getreten. Dies wohl gleichfalls vor dem Hintergrund, dass die Verordnung ab November möglicherweise wieder anders aussehen könnte.

Ein öffentlicher Martinsumzug wird in diesem November also noch nicht wieder zum Alltag gehören. Aber die Hoffnung dürfte gerade bei den Kindern groß sein, dass sie im kommenden Jahr wieder mit Liedern und Laternen durch die Orte ziehen können.

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