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Entscheidung der Mirjam-Gemeinde

Konfirmationen und Gottesdienste fallen aus

Drensteinfurt

Auch die Evangelische Mirjam-Gemeinde kommt der Bitte des Bürgermeisters nach: Alle Konfirmationen und Präsenzgottesdienste sind bis Mitte Mai abgesagt. Das Presbyterium habe diese Entscheidung „schweren Herzens“ getroffen, teilt Pfarrerin Angelika Ludwig mit.

ne/pm

In Ascheberg hat die Mirjam-Gemeinde am vergangenen Wochenende Konfirmationen gefeiert. Diese fanden draußen und mit einem speziellen Hygienekonzept statt. Die bevorstehenden Termine in Drensteinfurt wurden nun abgesagt. Foto: Tina Nitsche

Keine Konfirmationen oder Präsenzgottesdienste bis einschließlich 16. Mai: Das hat das Presbyterium der Evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde jetzt entschieden. Aufgrund der in der vergangenen Woche rasant gestiegenen Corona-Inzidenzwerte sowie der Bitte von Bürgermeister Carsten Grawunder, die die Gemeinde am Freitag erreicht habe, habe man sich nun schweren Herzens zu dieser Absage entschlossen. Das teilt die Kirchengemeinde in einer Presseerklärung mit.

Mitte der vergangenen Woche hatte auf Anraten des Bürgermeisters bereits die katholische Kirchengemeinde St. Regina alle bis zu den Sommerferien geplanten Erstkommuniontermine abgesagt (wir berichteten). Präsenzgottesdienste finden bis mindestens Ende April ebenfalls nicht statt. Stadt und Kirchengemeinde hatten in einer gemeinsamen Stellungnahme darauf verwiesen, dass die Entscheidung aufgrund der dramatischen Entwicklung die einzig richtige sei und man nicht auf die geplante Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes habe warten können, die eine Notbremse vorschreiben solle.

Online-Gottesdienste

Nun folgt also auch die Mirjam-Gemeinde der Bitte aus der Stadtverwaltung. Die Konfirmationen in Drensteinfurt finden nicht statt. Alle Präsenzgottesdienste sind bis Mitte Mai sowohl für die Drensteinfurter Martins- als auch für die Ascheberger Gnadenkirche abgesagt. Auf der Homepage und in der Mirjam-App würden so lange sonntags Online-Gottesdienste angeboten.

„Wir haben in den vergangenen Wochen alles daran gesetzt, den Jugendlichen trotz der Pandemie die Konfirmation zu ermöglichen“, schreibt Pfarrerin Angelika Ludwig, dass man die Entscheidung im Presbyterium lange diskutiert habe. Der Bürgermeister habe in seinem Schreiben nochmals darauf hingewiesen, dass private Feiern derzeit verboten seien, egal mit wie vielen Personen, und zudem telefonisch erläutert, dass die hohe Inzidenz in der Stadt allein auf private Kontakte zurückzuführen sei.

Ausbreitung der britischen Virusvariante

„Wir möchten als Kirchengemeinde nicht den Eindruck erwecken, als gäbe es für private Konfirmationsfeiern eine Ausnahmegenehmigung, wenngleich unsere als Open-Air-Einzelkonfirmationen geplanten Gottesdienste aus unserer Sicht keine Gefährdung darstellen würden“, heißt es. Doch leider sei es auch in Drensteinfurt zu einer Ausbreitung der britischen Virusvariante gekommen. Die Stadt setze alles daran, diese Ausbreitung zu stoppen – und die evangelische Kirchengemeinde unterstütze dies zum Wohle der Bevölkerung. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Münster sei über die Entscheidung informiert und unterstütze das Presbyterium darin, heißt es.

„Es ist uns bewusst, dass die jetzt getroffene Entscheidung einschneidend ist und sicherlich den einen oder anderen enttäuscht“, so Pfarrerin Ludwig stellvertretend für das Presbyterium. „Wir hoffen, die Konfirmationen im Sommer unbeschwerter feiern zu können.“

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