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Stadt informiert über Bauprojekte

Kunstrasenplatz muss warten

Drensteinfurt/Wal...

Mit der zügigen Umwandlungen des einstigen Asche- und jetzigen „Gra-sche“-Platzes in ein Kunstrasenspielfeld wird es nichts. Wie die Verwaltung im Fachausschuss mitteilte, muss das Projekt aus Personal- und Kostengründen bis mindestens 2022 warten.

Von Dietmar Jeschke

Der Umbau des einstigen Asche- und jetzigen „Grasche“-Platzes im Sportzentrum Erlfeld (hier rot im Bild) in einen Kunstrasenplatz muss wohl bis zum kommenden Jahr warten. Foto: Gunnar A. Pier

Das Aufgabenbuch, das die Politik der Verwaltung im Zuge der Haushaltsverabschiedung mit auf den Weg gegeben hat, ist schon ziemlich dick. Und wie mancher Beteiligter wohl schon Anfang des Jahres erahnt haben mag, wird längst nicht alles, was in diesem Jahr an Bauprojekten angegangen werden sollte, auch tatsächlich umgesetzt. „Streichobjekt“ Nummer eins: der geplante zweite Kunstrasenplatz im Drensteinfurter Sportzentrum Erlfeld, der nun wohl bis mindestens 2022 warten muss.

Verantwortlich dafür, schilderte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, sind gleich mehrere Faktoren. Der erste betrifft die Kostenexplosion an anderer Stelle. Denn wie berichtet, soll im Walstedder Sportzentrum nun endlich Ersatz für die im Zuge des seinerzeitigen Kunstrasenbaus weggefallenen Läuferbahn geschaffen werden. Ein Projekt, für das im Haushalt bislang 87 000 Euro vorgesehen waren. Das Ergebnis der Ausschreibung sorgte jedoch für lange Gesichter. Denn die drei Angebote, die bis zum Submissionstermin am 8. Juni vorlagen, bewegen sich zwischen 126 000 und 143 000 Euro. „Das Mindestgebot liegt somit etwa 76 Prozent über den 2020 geschätzten Kosten“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder.

Verantwortlich dafür seien sowohl die generell deutlich angestiegenen Kosten im Tiefbaubereich sowie nicht zuletzt die Kostenexplosion bei den Baumaterialien. „Aus den Erfahrungen der Vergangenheit ist leider nicht davon auszugehen, dass sich diese Lage wieder deutlich entspannen wird“, prophezeit der Bürgermeister. „Die Verwaltung beabsichtigt daher, die Baumaßnahme trotzdem wie geplant umzusetzen.“

Finanziert werden sollen die deutlichen Mehrkosten aus der Haushaltsposition des Drensteinfurter Kunstrasens, der aber nicht nur deshalb warten muss. Denn aufgrund der personellen Situation im Bauamt – gleich zwei Mitarbeiter aus dem Bereich Tiefbau werden die Verwaltung in Kürze verlassen – könnten nun einmal nicht alle Projekte wie vorgesehen umgesetzt werden, so Grawunder. Das gilt im Übrigen auch für die Leichtathletikanlage im Erfeld, die eigentlich ebenfalls in diesem Jahr erneuert werden sollte.

Erfreuliche Nachrichten gibt es dagegen an anderer Stelle. So ist der OGS-Anbau an der Drensteinfurter Kardinal-von-Galen-Grundschule mittlerweile fertig. Noch in dieser Woche soll die Endabnahme erfolgen, so dass die neuen Räume nach erfolgreicher Prüfung bereits vor den großen Ferien bezogen können.

Voran geht es auch, was die Planungen zum Umbau und zur Sanierung des Walstedder Feuerwehrgerätehauses betrifft. Nachdem im April Fördermittel in Höhe von 206 000 Euro in Aussicht gestellt worden waren, soll nun Ende Juni der Bauantrag eingereicht werden. Mit einem Baustart, so die Verwaltung, sei dann wohl ab September zu rechnen. Der genaue „Fahrplan“ müsse noch zwischen Planer, Löschzugführer und Ordnungsamt abgestimmt werden, da der Umbau zwangsläufig im sogenannten „laufenden Betrieb“ erfolgen muss und die notwendigen Hilfefristen auch während dieser Zeit eingehalten werden müssten.

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