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Zwei prominente Gäste beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands Drensteinfurt

Landfrauen sollen sich politisch mehr einmischen

Drensteinfurt

Tierwohl, Baurecht, Pflanzenschutz und Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft, Reaktivierung stillgelegter Ackerfläche und die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen regionalen Produkten – das waren nur einige Stichwörter aus der Rede von Markus Höner beim Neujahrsempfang der CDU-Drensteinfurt am Freitagabend in der Alten Post.

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Markus Wiewel als Fraktionsvorsitzender begrüßte in Abwesenheit der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Sandra Salomon die rund 70 Teilnehmer Foto: Dierk Hartleb

Zweite Rednerin neben dem CDU-Landtagsabgeordneten war die Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes, Regina Selhorst.

In Abwesenheit der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Sandra Salomon begrüßte Markus Wiewel als Fraktionsvorsitzender die rund 70 Teilnehmer, unter denen sich auch Vertreter der KLJB, der Landfrauen und des Landwirtschaftlichen Ortsvereins befanden.

Markus Höner bei der CDU Drensteinfurt zu Gast

Gastredner Höner zeigte sich in seiner Rede mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen mit den Bündnisgrünen durchaus zufrieden. Aber auch Konfliktfelder ließ der Sprecher der Landtagsfraktion für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Forsten und ländliche Räume nicht unerwähnt, als er die unterschiedlichen Meinungen in der Koalition zum Beispiel über den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln ansprach und die mannigfaltigen Chancen der Digitalisierung bei der Dosierung hervorhob. Zum Thema Tierhaltung bemerkte Höner, dass – anders als in der Milchwirtschaft – bei der Schweinehaltung die wirtschaftliche Lage äußerst schwierig sei. Auch das Baurecht enge die Möglichkeiten einer tierwohlgerechten Haltung in diesem Bereich stark ein. Ziel der Landwirtinnen und -wirte sei die Versorgung der Menschen mit hochwertigen regionalen und saisonalen Produkten.

„Wir Landfrauen sind eine politische Macht“, machte Regina Selhorst in ihrer Ansprache den Frauen Mut und forderte sie auf, sich auch in die Politik einzumischen, wenn zum Beispiel wieder einmal eine Schulbuslinie eingestellt werden sollte.

Landfrauen mit gesellschaftspolitischem Auftrag

Die Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes verwies auf 43 000 Mitglieder, die zusammen mit ihren Angehörigen, Freunden, Bekannten und Kunden über ein großes Netzwerk verfügten.

Landfrau zu sein, bedeute nicht automatisch, den Beruf der Bäuerin auszuüben, sondern es reiche, die Ziele einer bäuerlichen Landwirtschaft zu unterstützen, machte Selhorst klar. Insofern definierten die Landfrauen ihren Auftrag auch gesellschaftspolitisch. Selhorst forderte dazu auf, das Gespräch mit der Öffentlichkeit zu suchen. „Wir können helfen, die Probleme der Menschen zu lösen“, stellte sie fest.

Eindeutig bekannte sie sich zum Artenschutz, der den Zielen einer aus Verantwortung zum Erhalt von Natur nicht entgegenstehe. Mit einem Augenzwinkern definierte sie den Unterschied zwischen Männern und Frauen so: Erstere reden, und Letztere handeln. Für diese humorvolle Unterscheidung der Geschlechter war ihr der Beifall aller gewiss.

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