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Stadt und Kreis erarbeitet Lösung für Betreuungsplatz-Mangel in Rinkerode

Mit Hochdruck zur Großtagespflege

Rinkerode

Die unerwartet hohen Anmeldezahlen für das kommende Kita-Jahr stellen Stadt und Kreis in Rinkerode aktuell vor einige Probleme. Stand jetzt werden im Sommer mindestens neun Plätze für unter Dreijährige fehlen. Zumindest übergangsweise soll eine Großtagespflege Abhilfe schaffen.

Die Betreuungsplätze in den Tagesstätten St. Pankratius und „Die kleinen Strolche“ reichen ab Sommer nicht mehr aus. Stadt und Kreis arbeiten derzeit an einer Lösung. Foto: WN

„Kreis und Stadt arbeiten derzeit intensiv an einer Lösung, um die große Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Rinkerode zu erfüllen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. „Rinkerode verzeichnet eine ungewöhnlich stark steigende Geburtenrate von 30 Prozent – ein Spitzenwert im gesamten Kreis Warendorf.“ Das sei zwar erfreulich, führe aber zu einem überdurchschnittlich hohen Bedarf an Betreuungsplätzen für einjährige Kinder ab dem kommenden Sommer.

Nach aktuellem Stand sei daher davon auszugehen, dass für neun Kinder unter drei Jahren ein entsprechendes Betreuungsangebot geschaffen werden muss, teilt die Stadt weiter mit. Darüber hinaus werde in den kommenden Jahren mit einer weiteren Zunahme der Bedarfe gerechnet, so dass mittelfristig ein zusätzlicher, voraussichtlich dreigruppiger Kindergarten in Rinkerode benötigt werde.

Dazu, so die Verwaltung, hätten aber bereits in diesem Sommer erste Gespräche zwischen der Stadt Drensteinfurt und dem Kreis Warendorf, die gemeinsam für die Bereitstellung von Betreuungsplätzen zuständig sind, stattgefunden. Das Jugendamt des Kreises Warendorf habe nach den Anmeldewochen umgehend mit der Stadt Kontakt aufgenommen, um nach Lösungen zur Bereitstellung der Betreuungsplätze zu suchen. Eine Möglichkeit zur kurzfristigen Abdeckung dieser Bedarfe wäre die Einrichtung einer Großtagespflege in Rinkerode. Daran arbeiteten Kreisjugendamt und Stadtverwaltung mit Hochdruck. „In einer solchen Betreuungseinrichtung können bis zu neun Kindern unter drei Jahren betreut werden“, erklärt der städtische Fachbereichsleiter Gregor Stiefel. „Darüber hinaus wird der verstärkte Einsatz von Tagespflegepersonen im allgemeinen Sprachgebrauch oft als Tagesmütter bezeichnet – in Erwägung gezogen, wofür noch ausgebildete Kindertagespflegepersonen benötigt werden.“ Ein passender Qualifizierungskursus des Mütterzentrums in Beckum starte bereits am 10. Januar. Der Kursus finde bis Juni statt, und es seien noch Plätze frei. Wer Interesse und Freude an der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern hat, mindestens 18 Jahre alt ist und über einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, kann sich bei Dagmar Lange des Mütterzentrums Beckum unter 0 25 21 / 8 24 49 01 31, melden.

„Wir fühlen uns in hohem Maß mitverantwortlich für eine gute Kita-Versorgung in unserer Gemeinde und arbeiten daher eng mit dem Kreis zusammen“, erläutert Bürgermeister Carsten Grawunder. „Hierfür konnten wir dank der Unterstützung durch den Rat für den Haushalt 2022 kurzfristig noch einen Betrag in Höhe von 100.000 Euro einstellen“, so der Bürgermeister weiter. Dieser Betrag beruhe auf Erfahrungswerten, die die Stadt bei der ersten Einrichtung einer Großtagespflegestelle an der Bürener Straße in Drensteinfurt sammeln konnte.

Welche Lösung in Rinkerode bis zum Sommer umgesetzt werden soll, werde vom Kreis in Zusammenarbeit mit der Stadt in den nächsten Tagen und Wochen intensiv geprüft. Sicher sei aber, dass es noch einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf zur rechtzeitigen Umsetzung der Maßnahmen gebe, heißt es abschließend.

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