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Landesamt legt Pendlerstatistik vor

Münster bleibt Ziel Nummer eins

Drensteinfurt

In Sachen „Auspendler“ belegt die Stadt Drensteinfurt auch weiterhin unangefochten den Spitzenplatz im Kreis. Fast 80 Prozent der vor Ort lebenden Erwerbstätigen arbeiten in einem anderen Ort.

Für einen Großteil der Drensteinfurter ist der Gang zum Bahnhof tägliche Routine. Denn insgesamt 6811 Bürger arbeiten auswärts – die meisten von Ihnen in der Nachbarstadt Münster. Foto: Dietmar Jeschke

Nicht nur in Sachen Einkommen ist Drensteinfurt statistisch betrachtet im Land NRW ziemlich weit oben vertreten. Mit einer Auspendlerquote von 78 Prozent gehört die Wersestadt vielmehr auch zu den Kommunen, die für ihre Bewohner die wenigsten Arbeitsplätze parat halten. Bei einem dazu negativen Pendlersaldo von 4760 Erwerbstätigen belegt Drensteinfurt damit den beachtlichen 33. Rang in der Pendlerstatistik aller 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, die das statistische Landesamt am Dienstag auf Basis der Daten des Jahres 2021 veröffentlichte.

Insgesamt, so die Statistiker, lebten zum Erhebungszeitraum 15 590 Menschen in der Stadt, von denen 1911 Personen innerhalb der Stadt und 6811 Beschäftigte in eine der Nachbarstädte zur Arbeit pendeln. Im Gegenzug jedoch steuern pro Tag 2051 Beschäftige Drensteinfurt von außerhalb an.

Was die Zahl der Auspendler betrifft, so ist deren Hauptziel nach wie vor die Westfalenmetropole Münster, in der 2824 Drensteinfurter arbeiten, was einem Anteil an der Gesamtzahl der Auspendler von 41,5 Prozent entspricht. Auf Platz zwei folgt die Stadt Hamm mit 828 Personen (12,2 Prozent) vor Ahlen mit 526 Personen (7,7 Prozent). 270 Drensteinfurter zieht es dazu jeden Tag nach Sendenhorst (vier Prozent). Den weitesten Weg zur Arbeit haben 53 Beschäftige, die in die knapp 90 Kilometer entfernte Landeshauptstadt Düsseldorf pendeln. Nicht weniger als 191 Drensteinfurter arbeiten dazu in Dortmund. Was die Zahl der Einpendler betrifft, so stammen sie vor allem aus Hamm (415 Personen, 20,2 Prozent), Münster (387 Beschäftigte, 18,9 Prozent) und Ahlen (272 Personen, 13,3 Prozent).

Mit einer Auspendlerquote von knapp 80 Prozent und einer landesweiten Rangzahl von 33 liegt Drensteinfurt im Kreis Warendorf mit weitem Vorsprung an der Spitze. Platz zwei belegt die Gemeinde Beelen mit einer Auspendlerquote von 72,6 Prozent und Platz 121 in NRW vor Everswinkel mit einer Quote von 71,3 Prozent und Rang 147 im Landesvergleich.

Wie das Statistisches Landesamt weiter mitteilt, zählen Köln (346 086 Personen), Düsseldorf (319 747) und Essen (157 637) zu den zehn Städten mit den höchsten Einpendelzahlen Deutschlands. Deutschlandweit pendelten demnach im vergangenen Jahr 23,8 Millionen über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. „In Nordrhein-Westfalen konzentrierte sich die Pendlermobilität auf zwei Hauptverkehrsachsen: Dabei handelt es sich um die Nord-Süd-Achse von Bonn bis Duisburg und die West-Ost-Achse von Mönchengladbach über das Ruhrgebiet bis nach Dortmund und Bielefeld. Allein zwischen Köln und Bonn pendelten 30 646 Personen, davon 16 026 von Köln nach Bonn und 14 620 in die Gegenrichtung“, schildern die Statistiker.

In 90 der 396 Städte und Gemeinden des Landes war die Zahl der einpendelnden Personen höher als die der auspendelnden. Die höchsten Einpendelquoten hatten die Städte Holzwickede (83,7 Prozent) und Tecklenburg (79,5 Prozent), die niedrigsten Schmallenberg (32,4 Prozent) und Gronau (33,8 Prozent). Die höchsten Auspendelquoten gab es landesweit in Rheurdt (85,5 Prozent) und Inden (85,2 Prozent), die niedrigsten in der Nachbarstadt Münster (26,8 Prozent) und in Köln (29,9 Prozent).

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