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Maßnahmen im Malteserstift St. Marien

Obst und Eis helfen gegen die Hitze

Drensteinfurt

Locker hat das Thermometer am Dienstag die 35-Grad-Marke geknackt. Das sind Werte, die insbesondere alten und kranken Menschen schwer zu schaffen machen. Im Malteserstift St. Marien versuchen die Mitarbeiter, die Bewohner mit verschiedenen Maßnahmen durch die heißen Tage zu bringen.

Von Nicole Evering

Mit Eis und Obst werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Malteserstifts an heißen Tagen verwöhnt. Die Küchenchefin sei da sehr kreativ, lobt Marietheres Happe. Foto: Nicole Evering

Bei den Maltesern gebe es ein spezielles Hitze-Konzept, das bei Temperaturen ab 25 Grad greife, erklärt Pflegedienstleiterin Agnes Junker. „Getränke, Getränke, Getränke“, betont sie, worauf dann besonders geachtet werde. Dabei werde genau bilanziert, was jeder Senior, jede Seniorin am Tag an Flüssigkeit zu sich nehme. „Aber es muss auch Abwechslung geben“, weiß Junker. Es würden zum Beispiel liebevoll zurechtgemachte Obstteller, Quarkspeisen und Eis am Stiel serviert sowie feuchte Tücher gereicht.

Tagsüber blieben die Fenster geschlossen. Höchstens auf der Schattenseite des Gebäudes werde zwischendurch frische Luft hineingelassen. Dafür werde nachts ausgiebig quergelüftet, insbesondere in den öffentlichen Bereichen. Derzeit gelinge es noch ganz gut, das Innere des Niedrigenergiehauses kühl zu halten. Ventilatoren, die die Luft nur umwälzten, sie dabei aber auch austrockneten, würden nicht so gerne genutzt. Für den Notfall gebe es Klimageräte, die man laufen lassen könne, erzählt Agnes Junker. Die Kapelle sei ein besonders kühler Raum. „Und wir tun alles dafür, dass es so bleibt“, sagt Agnes Junker.

Derzeit sei alles im grünen Bereich, wegen der Hitze draußen müsse man sich noch um niemandem im Haus Sorgen machen. Notfalls seien die Ärzte in der Stadt jederzeit ansprechbar.

Dank an die Mitarbeitenden

Die Pflegedienstleiterin will in diesem Zusammenhang aber auch die Mitarbeitenden zur Sprache bringen. „Die rennen hier hin und her, und das wegen der Coronamaßnahmen immer noch mit Maske im Gesicht. Das ist schon ne Nummer, was die hier mitmachen – dafür sagen wir ein dickes Dankeschön.“ Und natürlich werde das Personal ebenfalls mit kalten Getränken und Eis bedacht.

Was aber mindestens genauso wichtig sei: trotz abgedunkelter Fenster die gute Laune nicht zu verlieren und diese auch unter den Bewohnern zu verbreiten.

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