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Lange Schlangen vorm Erlbad

Ohne „Luca“ und Termin kein Einlass

Drensteinfurt

Mal eben die Tasche packen, die Familie ins Auto verfrachten und spontan ab ins Erlbad – das funktioniert in diesem Sommer nicht. Einlass nur mit Online-Buchung: Das hat allerdings noch nicht jeder verinnerlicht, was zu Frust und langen Schlangen führt.

Von Nicole Evering

Gerade an heißen Tagen ist das Erlbad stark frequentiert. Doch in diesem Sommer geht nichts ohne vorherige Online-Buchung. Foto: Jeschke

An diesen heißen Tagen lässt es sich nur in Wassernähe gut aushalten. Doch: Mal eben die Tasche packen, die Familie ins Auto verfrachten und spontan ab ins Erlbad – das funktioniert in diesem Sommer nicht. Einlass nur mit Online-Buchung: So war es zum Saisonstart im Mai verkündet worden, und diese Regelung gilt weiterhin.

Allerdings scheinen immer noch nicht alle Menschen sie verinnerlicht zu haben. Denn wie Schwimmmeister Andreas Willuweit am Donnerstagabend im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur erzählte, kämen immer noch jeden Tag Personen vorbei, ohne vorher ein Zeitfenster gebucht zu haben – die müssten dann in den meisten Fällen wieder nach Hause geschickt werden. Das sorgt für Frust auf beiden Seiten des Kassenhäuschens.

„Grenzwertige“ Situationen am Eingang

Die große Mehrheit der Besucher wisse um die coronabedingten Regeln und Auflagen, betonte Willuweit. Aber eben nicht jeder. Und das sorge gerade zu den stark frequentierten Zeiten nach Feierabend und am Wochenende für „grenzwertige“ Situationen im Eingangsbereich, wo sich dann eine lange Schlange bilde. Die gebe es schon alleine deshalb, weil das Einlassprozedere einfach länger dauere. „Eben 2,50 Euro hinlegen und durchgehen, das ist nicht mehr“, so Willuweit. Vielmehr müsse das Personal die erfolgte Buchung kontrollieren, und die Gäste müssten sich per Luca-App einchecken. „Die hat dann aber auch nicht jeder installiert“, kann Willuweit das nicht so ganz nachvollziehen. „Überall muss ich mich im Moment vorher informieren, welche Regeln gelten. Da ist der Badegast auch ein bisschen selbst gefordert.“ Und nach einer kurzen Zeitspanne, in der auch mal ein Auge zugedrückt wurde, heißt es nun ganz konsequent: ohne „Luca“ kein Einlass.

Schwimmmeister Andreas Willuweit

Bis vor einer Woche musste auch noch eine der drei G-Bedingungen (geimpft, genesen oder getestet) nachgewiesen werden. Zumindest das falle mittlerweile weg, da sowohl Kreis- als auch Landesinzidenz konstant unter 35 liegen. Das sei schon mal eine erhebliche Erleichterung, findet Willuweit. Und: „Die Leute kommen“, registriert der Schwimmmeister eine deutliche Zunahme der Besucherzahlen – anders als im vergangenen Jahr, als viele trotz Öffnung noch eher zurückhaltend waren. „Jetzt ist es fast schon ein bisschen so wie früher.“

Das soll sich auch in der maximal zulässigen Besucherzahl widerspiegeln. Bisher durften sich 500 Personen gleichzeitig im Erlbad aufhalten. Das wird nun – „moderat“, so Bürgermeister Carsten Grawunder – auf 600 angehoben. „Die Nachfrage ist einfach immens, das sieht man im Buchungssystem. Da ist manchmal einfach nix mehr zu kriegen.“ Fünf Tage im Voraus seien die jeweils vierstündigen Zeitfenster freigeschaltet. Auf der Homepage der Stadt gebe es überdies kleine Erklär-Videos dazu, wie die Online-Buchung und der Einlass vor Ort funktionieren.

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