Bauprojekt an der Walstedder Dorfstraße 

Platz für 22 neue Wohnungen

Walstedde

Bereits vor einem Jahrzehnt wurde über das Projekt diskutiert. Nun soll es tatsächlich etwas werden: Am Montag wird die Verwaltung im Stadtentwicklungsausschuss die Pläne zum Bau von drei Mehrfamilienhäusern zwischen Dorfstraße, Schulzenweg und Föhrkamp vorstellen.

Von Dietmar Jeschke

Die alte Villa auf dem Gelände „Schulze-Wiescheler-Biermann“ soll erhalten, saniert und so in das Gesamtkonzept mit den drei Neubauten integriert werden. Foto: Dietmar Jeschke

Der Tagesordnungspunkt dürfte manch langjährigem Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses bekannt vorkommen. Aus gutem Grund, stand das Bauvorhaben „Schulze-Wiescheler-Biermann“ doch im Jahr 2010 bereits einige Male zur Debatte. Mit dem Ergebnis eines entsprechenden Bebauungsplanes, der bereits damals den Weg zum Bau neuer Wohnungen ebnen sollte. Passiert ist auf dem Areal zwischen Dorfstraße, Föhrkamp und Schulzenweg allerdings nichts. Das könnte sich nun ändern. In der Sitzung des Bauausschusses wird die Verwaltung am kommenden Montag (14. Juni) um 17 Uhr in der Teamschule die Pläne des Architekturbüros „snarq“ aus Halle an der Saale und Leipzig vorstellen.

„Das Planungskonzept für das Areal sieht die Schaffung von drei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 22 Wohneinheiten vor. Diese sollen innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen entlang der Dorfstraße, des Föhrkamps sowie des Schulzenwegs realisiert werden“, erläutert Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur Sitzung. Auf einen ursprünglich angedachten vierten Baukörper im Norden des Plangebiets verzichte der Vorhabenträger allerdings zugunsten der Schaffung einer zentralen Stellplatzanlage für private Pkw. Das, so Britten, sei zwar grundsätzlich zulässig. Trotzdem hätten Stadt und Kreis sicherheitshalber ein entsprechendes Schallgutachten gefordert, das mittlerweile auch vorliege. „Es kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Stellplatzanlage keine schalltechnischen Konflikte zu erwarten sind.“ Aus Sicht der Verwaltung ist die geplante zentrale Sammelstellplatzanlage innerhalb der Planfläche auch deshalb zu begrüßen, weil vor allem der Schulzenweg bereits jetzt stark ausgelastet sei.

Was den vorgesehenen Häuserbau betrifft, so soll das erste Gebäude im Mündungsbereich zwischen der Dorfstraße und dem Schulzenweg realisiert werden. „Das geplante Gebäude soll hinter dem durch den Bebauungsplan festgesetzten Baumbestand entlang jener Straßenzüge errichtet werden und insgesamt zehn Wohneinheiten beherbergen. Die für das Gebäude geplanten Balkone sind im Wesentlichen nach Süden hin ausgerichtet und dürften städtebaulich daher hinter dem üppigen Baumbestand verschwinden“, schildert Christoph Britten. Da die mögliche überbaubare Fläche nicht ausgereizt werde, bleibe westlich des geplanten Gebäudes Platz, eine Fahrradabstellanlage mit 24 Plätzen zu errichten. Die vorgesehene Höhe bewege sich innerhalb der Vorgaben des Bebauungsplanes. Ebenso sei die vorgesehene Bauweise in Form von drei Vollgeschossen in diesem Teilbereich des Bebauungsplanes zulässig.

Die beiden übrigen Häuser sollen entlang des Schulzenweges mit jeweils sechs Wohneinheiten errichtet werden, wobei die ausgewiesenen überbaubaren Grundstücksflächen „weitestgehend“ eingehalten werden. Die geringfügigen Überschreitungen, erklärt der Bauamtsleiter, lägen im Rahmen des gemeindlichen Ermessensspielraums. „Es sei betont, dass der Bauherr die Flächenversiegelung auf dem Areal für potenzielle Baukörper bei weitem nicht ausreizt, sodass die Überschreitung der Baugrenzen zugunsten von Balkonen aus Sicht der Verwaltung kein Problem darstellt“, schildert Christoph Britten.

Was die gestalterischen Elemente aller drei geplanten Neubauten angeht, so sind rote bis rotbraune Ziegel im Bebauungsplan vorgesehen und sollen entsprechend verbaut werden. „Um einen harmonischen einheitlichen Charakter zu erzeugen, sollen auch alle Gebäudefassaden in gleicher Art gestaltet werden. Das Planungskonzept sieht diesbezüglich vor, dass die Neubauten scheunenartig gestaltet werden, um eine Unterordnung zur bestehenden Villa zu suggerieren. Die Fassaden sollen daher mit dunklem Holz verkleidet werden“, schildert Britten. Apropos „Villa“: Sie soll im Zuge der weiteren Planung gleichfalls saniert werden.

Hervorzuheben sei ferner, dass der planungsrechtlich gesicherte Baumbestand nicht nur erhalten, sondern auch weitere Grünbereiche angelegt werden sollen. Zudem soll ein Begegnungsraum für die Bewohner entstehen und als Spiel- sowie als Grillplatz und Treffpunkt gestaltet werden.

Fazit aus Sicht der Verwaltung: Da durch das Bauvorhaben hochwertiger Wohnraum in Fußreichweite zum Ortskern entstehe, sei es zu begrüßen. Entsprechend, so der Vorschlag an die Politik, sollte das gemeindliche Einvernehmen – vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung – erteilt werden.

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