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Großprojekt auf Friedag-Gelände

Platz für 84 Pflegeplätze und 42 Wohnungen

Drensteinfurt

84 Pflegeplätze und 42 Wohnungen sollen auf dem Gelände des ehemaligen Futtermittelhandels Friedag an der Ecke Riether Straße/Ladestrang entstehen. Über das Großprojekt, das auch eine Überplanung der Kleingärten dort umfasst, spricht am Montagabend der Bauausschuss.

Von Dietmar Jeschke

Die Hallen des einstigen Futtermittelhandels an der Ecke Riether Straße und Ladestrang stehen seit einigen Jahren leer. Nun soll das Gelände umfassend überplant werden, um dort Platz für eine große und in mehrere Bereiche gegliederte Pflegeeinrichtung zu schaffen. Foto: Dietmar Jeschke

Noch existiert lediglich ein Grundrissplan. Gibt die Politik jedoch wie von der Verwaltung gewünscht in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt „grünes Licht“, dann könnte sich das städtebauliche „Gesicht“ des Areals unweit des Bahnhofes schon bald mehr als deutlich verändern. In Zahlen ausgedrückt: 60 Pflegeplätze in Wohngruppen, zwölf Pflegeplätze für junge Menschen, zwölf sogenannte „solitäre Kurzzeitpflegeplätze“ und 42 Wohnungen für das betreute Wohnen sollen auf dem Gelände des ehemaligen Futtermittelhandels Friedag an der Ecke Ladestrang/Riether Straße entstehen.

Dazu sind noch elf frei vermietbare und barrierefreie Appartements, ein Bistro-Café als Begegnungsstätte, ein Stützpunkt für den ambulanten Dienst, Mitarbeiterwohnraum sowie Dienstleistungsangebote wie Fußpflege, Friseur, Physiotherapie und ein Kiosk geplant.

Arbeitstitel „Gesundheitsfürsorge Drensteinfurt“

Wie es dazu in der Beschreibung des bislang namentlich nicht genannten Investors heißt, stelle die unter dem Arbeitstitel „Gesundheitsfürsorge Drensteinfurt“ geplante Verbundeinrichtung „die Vereinigung vieler Nutzungsarten unter einem Dach sicher“. Dazu sei „eine vielschichtige Ausrichtung auf den sich verändernden Pflegemarkt möglich“. Ein Vorhaben, dem die Verwaltung gerne in Form einer notwendigen Bebauungsplanänderung für dieses Areal möglichst rasch den Weg ebnen möchte.

Wie Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur Sitzung erläutert, habe es bereits im Vorfeld intensive Gespräche zwischen Investor, Stadt und dem Kreissozialamt gegeben. „Ziel der frühzeitigen Gespräche war es, gemeinsam ein Pflegekonzept abzustimmen, welches einerseits dem konkreten Pflegebedarf der Stadt Drensteinfurt gerecht wird und sich andererseits voraussichtlich nicht negativ auf die bereits bestehenden oder in Planung befindlichen Pflegeeinrichtungen auswirkt“, schildert Britten.

Bauamtsleiter Christoph Britten

Baulich sieht das Projekt zunächst einen großen Gebäudekomplex auf einer Fläche von rund 3300 Quadratmetern auf drei Vollgeschossen vor. Die Anbindung des Areals soll über die Riether Straße erfolgen. „Über die genaue Ausgestaltung der Verkehrsflächen und der Verkehrsführung wird aufgrund der sich rückwärtig anschließenden Bereiche allerdings noch zu diskutieren sein“, schränkt Britten ein. Die seitens des Investors vorgesehene Sammelparkfläche soll an der nordöstlichen Ecke – also etwa im Bereich zwischen Riether Straße und Bahnlinie – angesiedelt werden. „Rund um die geplante Pflegeeinrichtung will der Investor außerdem Grünflächen anordnen, welche im westlichen Bereich auch von den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt werden sollen“, berichtet der Bauamtsleiter weiter.

Bereich der Kleingärten überplanen

Angesichts dieses Sachstands will die Verwaltung nun gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, den sich südlich anschließenden Bereich baurechtlich mit zu überplanen. Denn dort befinden sich derzeit noch einige Kleingärten, die im Westen bereits direkt an die Wohnbebauung angrenzen. „Insoweit stellt die Überplanung der Grünflächen zu Wohnzwecken aus Sicht der Stadtverwaltung einen gewissen Lückenschluss im zentral gelegenen Siedlungsgefüge von Drensteinfurt dar“, schildert Christoph Britten. Und da bei der Umsetzung des großangelegten Pflegeprojekts auf dem Gelände des ehemaligen Futtermittelhandels ohnehin umfangreiche Erschließungsarbeiten anstehen, sei es durchaus sinnvoll, den südlichen Bereich nicht nur gleich mit zu überplanen, sondern auch direkt mit zu erschließen. Die von der Stadt angestrebte Bebauungsplanänderung soll nun im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung erfolgen. Trotzdem seien mit Blick auf die Gartenflächen „Aussagen hinsichtlich des Artenschutzes zu treffen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung abschließend.

Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt beginnt am Montag (14. März) um 17 Uhr im großen Forum der Teamschule an der Sendenhorster Straße.

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