1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Drensteinfurt
  6. >
  7. Post-Agentur weiter nicht in Sicht

  8. >

Stadt verlangt endlich eine Lösung

Post-Agentur weiter nicht in Sicht

Drensteinfurt

Die Nachrichten, die die Post Anfang August vermeldet hatte, klangen gut: Nachdem die bisherige Agentur Ende Mai ihren Betrieb in Drensteinfurt eingestellt hatte, sei man „auf gutem Wege“, einen Nachfolger zu finden. Daraus geworden ist bislang nichts. Nun fordert die Stadtverwaltung endlich eine Lösung.

Von Dietmar Jeschke

Packstation und Briefkasten bleiben einstweilen auch weiterhin die einzigen „Ansprechpartner“ der Post in Drensteinfurt. Foto: Dietmar Jeschke

Seit Ende Mai und damit seit nun knapp vier Monaten gibt es auch in Drensteinfurt keine Post-Agentur mehr. Und das wird wohl auch auf absehbare Zeit so bleiben. Denn entgegen der seitens der Post noch Anfang August geäußerten „frohen Botschaft“, dass man in Sachen Nachfolgeregelung für die aufgegebene Filiale an der Martinstraße mittlerweile auf einem „guten Weg“ sei, teilt die Stadtverwaltung nun mit, dass man in der Realität schlichtweg keinen einzigen Schritt weitergekommen ist.

„Seit Ende Mai 2022 ist die Postfiliale an der Martinstraße geschlossen. Seitdem steht die Wirtschaftsförderung der Stadt Drensteinfurt im ständigen Austausch mit der Deutschen Post, mit dem Ziel, möglichst kurzfristig einen neuen Betreiber oder eine Betreiberin zu finden“, schreibt die Verwaltung. Viele Optionen seien seitdem durchgesprochen worden. Zudem habe es durchaus etliche Kontakte mit möglichen Betreibern geben. Dazu habe man zwischenzeitlich auch ein entsprechendes Ladenlokal gefunden. Und trotzdem gibt es immer noch keine Lösung. „Lediglich eine Rückmeldung steht bislang noch aus. Alle anderen Interessenten sind abgesprungen“, berichtet der städtische Wirtschaftsförderer Frank Kronshage. Zu wenig, so dass man nun noch einmal versuchen möchte, die Betreibersuche anzukurbeln.

„Die Ankündigung der Deutschen Post, dass keine schnelle Lösung gefunden werden kann, ist in Anbetracht des hohen Bedarfes und der derzeitigen Unterversorgung nicht hinnehmbar“, ergänzt Bürgermeister Carsten Grawunder. Das offensichtliche „Kernproblem“ liefert die Verwaltung in ihrer Stellungnahme allerdings gleich mit. Eine Postfiliale allein sei nämlich einfach „langfristig nicht tragfähig“ – ein weiterer Geschäftszweig als Kerngeschäft müsse daher schlichtweg „mitgebracht werden“. Die damit versprochene „hohe zusätzliche Frequenz“ scheint allerdings in der Realität – und in Anbetracht des zusätzlichen Aufwandes – nicht wirklich zu locken.

Die Post selbst hatte übrigens für einen derartigen Fall zumindest eine Übergangslösung in Aussicht gestellt. Wie Unternehmenssprecher Rainer Ernzer Anfang August im Gespräch mit dieser Redaktion erläutert hatte, wäre es möglich, eine eigene Agentur mit eingeschränkten Öffnungszeiten und ohne ergänzendes Warenangebot zu eröffnen. Ein entsprechendes Ladenlokal dazu, erklärte Ernzer damals weiter, habe man bereits gefunden, so dass einer Umsetzung eigentlich nicht viel im Wege stehe. Eröffnet hat diese „Not-Agentur“ allerdings bis dato nicht.

Die Stadt lädt mögliche Interessenten an der Übernahme der Postagentur ein, sich mit der Wirtschaftsförderung unter

  0 25 08 / 9 95 10 04 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@drensteinfurt.de in Verbindung zu setzen.

Startseite
ANZEIGE