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Neue Arbeitskleidung am Bauhof

Sicher, bequem und fair gehandelt

Drensteinfurt

Seit einem Jahr ist Drensteinfurt „Fairtrade-Town“. Coronabedingt waren in dieser Zeit kaum Aktionen möglich. Einen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit ist die Stadt aber gegangen. Alle 17 Mitarbeiter des Bauhofes wurden mit fair gehandelter Arbeitskleidung ausgestattet.

Von Nicole Evering

Zu Beginn des Jahres wurde für die aktuell 17 Mitarbeiter des städtischen Bauhofes unter Leitung von Thomas Schlüter (2.v.l.) neue Arbeitskleidung aus fairem Handel beschafft. Laura Volkmar (l.) von der städtischen Wirtschaftsförderung hat dies mit begleitet. Foto: Nicole Evering

Das grelle Orange sticht gleich ins Auge, die Reflektoren sorgen auch bei schlechten Sichtverhältnissen für größtmögliche Sicherheit. Das Baumwoll-Polyester-Gemisch wiegt wenig und trägt sich angenehm. „Auch die Schuhe sind echt sehr bequem“, findet Thomas Schlüter. Und obendrauf kommt noch die Tatsache, dass die neue Arbeitskleidung am städtischen Bauhof aus fairem Handel stammt.

Seit dem 20. August 2020 darf sich Drensteinfurt „Fairtrade-Stadt“ nennen. Vom Verein „TransFair“ ist die Kommune damals als deutschlandweit 697. sowie als 128. in NRW zertifiziert worden. Derzeit bereitet die Steuerungsgruppe verschiedene Aktionen vor, die im Zuge der „Fairen Woche“, die bundesweit vom 10. bis zum 24. September stattfindet, angeboten werden sollen. Einen weiteren Schritt in Richtung Fairness und Nachhaltigkeit ist die Stadt aber schon zu Beginn dieses Jahres gegangen. Für die aktuell 17 Mitarbeiter des Bauhofes um dessen Leiter Thomas Schlüter ist faire Arbeitskleidung beschafft worden.

Warnschutzklasse 3

Diese besteht aus Hose, Pullover, T-Shirt und Schuhen und kommt von der Mitte 2020 zertifizierten Firma Kübler Workwear aus Plüderhausen in der Nähe von Stuttgart. Rund 7500 Euro hat die Stadt dafür in die Hand genommen, denn die Kleidung muss der Warnschutzklasse 3 entsprechen. Schließlich sind die Bauhof-Mitarbeiter Tag und Nacht, bei Wind und Wetter im Einsatz, um zu mähen, zu gießen, zu pflastern und zu streuen – und das nicht selten am Rande viel befahrener Straßen. „Dass wir dabei gut zu sehen sind, ist das Allerwichtigste“, sagt Schlüter.

Bis dato waren die Mitarbeiter häufig in eigenen Klamotten unterwegs. Nun geht es sowohl einheitlich als auch sicher zu. Und fair außerdem. Das Thema Nachhaltigkeit ist Schlüter dabei aber schon immer wichtig gewesen. „Wir greifen in erster Linie auf Lieferanten aus der Umgebung zurück“, erzählt er. Die Schüttgüter etwa beziehe man aus Albersloh, alle Baustoffe zur Erweiterung des Bauhofes an der Gildestraße seien vom hiesigen BTL-Baumarkt gekommen. Wo immer möglich, setze man auf kurze Transportwege – auch zum Schutz der Umwelt.

Kaffee und Schilder

Die Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen. Fairer Kaffee werde in der Verwaltung sowie in der Alten Post schon länger ausgeschenkt, betont Laura Volkmar von der städtischen Wirtschaftsförderung, die zugleich Mitglied in der Fairtrade-Steuerungsgruppe um Birgitta Riediger ist. Den Fairtrade-Gedanken wolle man in Zukunft aber noch stärker verfolgen und auch offensiver nach außen kommunizieren. Unter anderem sei in Planung, entsprechende Schilder an den Ortseingängen zu postieren.

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