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Bundesweites Projekt „KönigsKinder“

Sogar „Star Wars“ erklingt auf der gewaltigen Orgel

Drensteinfurt

Wie sieht so eine Orgel eigentlich von innen aus? Die Sechstklässler der Teamschule durften in der St.-Regina-Kirche jetzt „hinter die Kulissen“ des Instrumentes blicken. Möglich machte dies das Projekt „KönigsKinder“, für das Kantorin Miriam Kaduk die Klasse angemeldet hatte.

Nicole Evering

Wenig Platz ist auf der Empore vor der Orgel, die die Sechstklässler von außen und innen genau in Augenschein nahmen. Foto: -sre-

Wer schon einen Gottesdienst in der St.-Regina-Kirche besucht hat, der hat sie wohl auch gehört: die Orgel, deren gewaltiger Klang das gesamte Gotteshaus erfüllt. Doch wie ist das Instrument eigentlich aufgebaut? Aus welchem Jahr stammt es? Und wie wird es gespielt? Auf diese Fragen hatten die Sechstklässler der Teamschule keine Antworten. Bis jetzt.

Denn das Projekt „KönigsKinder“, eine bundesweite Initiative des Kulturnetzwerkes „Deutsche Orgelstraße“, hat nun auch Stewwert und damit erstmals das Münsterland erreicht. Ziel ist es, so ist der Projekt-Broschüre zu entnehmen, dem Nachwuchs die Tradition dieses Jahrhunderte alten Instrumentes nahezubringen, aber gleichzeitig zu zeigen, dass es musikalisch immer noch auf der Höhe der Zeit ist und die Sinne auf eine ganz besondere Weise berührt.

Kantorin Miriam Kaduk hat mit ihrer Projektbewerbung dafür gesorgt, dass nun auch eine Drensteinfurter Klasse mehr über die – laut Mozart – „Königin der Instrumente“ erfahren und sie selbst in Augenschein nehmen durfte.

Fotos und Tonaufnahmen

Denn nach einem ersten Besuch Kaduks im Unterricht waren nun die Teamschüler an der Reihe. Was sie bei der Fragestunde vor gut zwei Wochen schon an Informationen über Orgel und Projekt von der Kantorin bekommen hatten, wollten sie bei einem Besuch in der Kirche vertiefen. Nicht fehlen im Gepäck durften dabei die Tablets der sogenannten „iPad-Klasse“, denn es galt nicht nur, Daten und Fakten zu sammeln. Nein, auch Fotos und Tonaufnahmen mussten gemacht werden. Denn Ziel des Projektes „KönigsKinder“ ist es, ein komplettes Porträt der Orgel zu erstellen, das am Ende auch online auf der Seite der „Deutschen Orgelstraße“ zu finden sein wird.

Dass die Drensteinfurter Orgel 1789 von Caspar Melchior Vorenweg gebaut und im Nachgang mehrmals umgebaut und renoviert worden war, zuletzt 2015, das wussten die Schüler schon. Auch den Komponisten Johann Sebastian Bach kannten sie bereits. Dass man auf dem Instrument aber viel mehr spielen kann, von Griegs düsterem „Bergkönig“ über die fröhliche Europahymne bis hin zum „Star-Wars“-Thema, das bewies ihnen Miriam Kaduk bei einer kurzen praktischen Einlage. Auch einen Blick ins Innere, wo die kleinen und großen Orgelpfeifen besonders gut zu erkennen sind, durften die Teamschüler werfen.

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