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„Small World Festival“ macht in Drensteinfurt Station

Spannender Klang-Mix garantiert

Drensteinfurt

Wenn Sebastian Netta mit seiner „Bonsai-Bühne“ am 1. Juli am Interkulturellen Garten Station macht, erwartet die Gäste ein ganz besonderer musikalischer Abend. Gemeinsam mit sechs internationalen Künstlern wird Netta ein eigens dafür einstudiertes Programm vorstellen.

Von Dietmar Jeschke

Am 1. Juli macht die „Bonsai-Bühne“ am Interkulturellen Garten Station. Waltraud Angenendt, Sebastian Netta, Luise Richard und Fritz Krähenbühl (v.l.) freuen sich auf das Projekt. Foto: Dietmar Jeschke

Der grobe Programmrahmen steht. Inhaltlich warten auf Sebastian Netta und seine fünf internationalen Mitstreiter allerdings noch einige Herausforderungen. Denn obwohl es zwar klar in Richtung Jazz gehen wird, soll es natürlich nicht zu speziell werden. Dazu sollen sich ganz verschiedene Nationalitäten eben auch musikalisch wiederfinden, ohne dass das geplante Event gleich zu einem „Volksmusikfestival“ mutiert. Aber um das zu lösen, haben Mola Sylla aus dem Senegal, Kristina Kovalyova aus der Ukraine, Anton Jakimenko aus Usebekistan, Mike Delferro und Theo de Jong aus den Niederlanden sowie natürlich Sebastian Netta aus Deutschland nun Ende Juni eine gute Woche lang Zeit. In der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld werden sie dann nämlich intensiv am „Small World Festival“ feilen, bevor am 1. Juli im Interkulturellen Garten in Drensteinfurt die Premiere auf dem Programm steht.

„Unser Ziel ist es, dass so viele Menschen wie möglich kommen“, erklärt Netta, der in Drensteinfurt im Rahmen seiner vergangenen „Wald & Wiesen-Konzerte“ bereits so einige Fans gefunden hat. Dazu gehören unter anderem Luise Richard und Waltraud Angenendt vom Deutsch-Ausländischen Freundeskreis. Und als die Idee zu einer Reihe von „internationalen Nachbarschaftskonzerten“ geboren war, waren sie es, die Sebastian Netta schnell bei der Suche nach einer passenden Location auf die Sprünge helfen konnten. „Der Interkulturelle Garten ist dafür einfach ideal“, schildert Waltraud Angenendt.

Ziel der gesamten Aktion, erläutert Profi-Musiker Sebastian Netta, sei es, den nicht immer einfachen Weg hin zur Integration von Geflüchteten mit einem recht einfachen, aber überaus wirkungsvollem Mittel zu beschleunigen, denn: „Da hilft die Musik“, ist Netta überzeugt. Und das im konkreten Fall gleich auf zwei verschiedenen Ebenen. Zum einen erarbeiten Musikschaffende aus unterschiedlichen Ländern, die noch nie zuvor miteinander gespielt haben, eine eigenes Programm, das dazu möglichst viele „musikalische Schnittmengen“ der beteiligten Nationen hörbar machen soll. Auf „Ebene zwei“ soll das Resultat dann im Rahmen von insgesamt drei Konzerten – neben Drensteinfurt stehen auch Coesfeld und Handorf auf dem „Tournee-Plan“ – präsentiert werden. „Dazu werden alle Menschen vor Ort, insbesondere auch die neu in den Nachbarschaften lebenden Menschen, aktiviert und zu diesem gemeinsamen Kulturereignis ,angestiftet‘“, so Netta.

Was die Konzert-Orte anbelangt, so habe man sich dazu bewusst für den ländlichen Raum entschieden. Denn dieser, erklärt der Organisator, würde nun einmal oft in Sachen Migration und Integration weniger in den Fokus gerückt als die großen Städte. Gespielt werden die Konzerte übrigens auf Sebastian Nettas mobiler „Bonsai-Bühne“. Die nämlich, erklärt er, lasse sich nun einmal genau dort aufstellen, wo die Menschen leben und sich dazu treffen können. In Drensteinfurt wird dies die große Wiese vor dem Interkulturellen Garten sein, wo Bürger jedweder Herkunft am 1. Juli zum Picknick-Konzert eingeladen sind – und zwar getreu dem Motto „Wer kommt, der kommt“. Der Eintritt ist frei. Reservierungen sind nicht erforderlich. Mitzubringen sind lediglich Speisen, Getränke und natürlich gute Laune. Wer möchte, der kann sich im Anschluss für die mit Bundesmitteln geförderte Darbietung durch eine Spende bedanken, die der Deutsch-Ausländische Freundeskreis unter anderem für seine integrative Kinder- und Jugendfahrt zum Ketteler Hof nach Haltern nutzen möchte.

Der genaue Beginn des Konzerts wird noch mitgeteilt. Sollte es regnen, wollen die Organisatoren in die benachbarte Teamschule ausweichen. Dazu sollen noch Gespräche mit der Stadt geführt werden. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Münsteraners Sebastian Netta, der zugleich als „Konzertimpressario“ für die Umsetzung des Programms verantwortlich ist.

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