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Abschlussvorstellung der Plattdeutschen Theatergruppe

Spaß auf und hinter der Bühne

Drensteinfurt

Fünf Mal hieß es „Vorhang auf“ für die Plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins. Am Sonntag ging die letzte Vorstellung von „Dat Schinneaos van‘t Amt“ über die Bühne. Nun ziehen die Beteiligten ein Fazit.

Blumen, den neuen Naturkalender des Heimatvereins und ein flüssiges Dankeschön überreichte Vereinsvorsitzender Franz-Josef Naber (in Kiepenkerl-Tracht) den Beteiligten bei der Abschlussvorstellung. Foto: Holger Martsch

Regisseur Günter Neuer und seine Truppe können ein durchweg positives Fazit ziehen. „Wir hatten Spaß, besonders hinter der Bühne“, sagt Annette Peiler schmunzelnd. So richtig schief gelaufen sei nichts. Klar habe es auch mal einen Texthänger gegeben. „Aber dann haben wir einfach improvisiert, das hat kaum einer gemerkt“, so Peiler. Oder das Publikum habe gelacht und geklatscht – und weiter ging‘s im Text.

Tatsächlich musste bei einer der Vorstellungen Souffleuse Regina Harbaum für die erkrankte Ingrid Peiler einspringen. „Sie hat ihre Sache super gemacht“, sind sich Annette Peiler und Ludger Niesmann einig.

Letzterer hatte als „Dat Schinneaos“ besonders viel Text zu lernen. „Ich habe das Manuskript überall mit hingeschleppt, sogar auf den Trecker“, blickt er lachend auf die arbeitsintensiven Monate seit Probenbeginn im Mai zurück.

Wiederholung in zwei Jahren

Ja, ein bisschen zu „textlastig“ sei das ausgewählte Stück an mancher Stelle gewesen, hat Günter Neuer Verbesserungspotenzial für die geplante Wiederholung in zwei Jahren ausgemacht. Denn die soll es geben – „wenn wir alle gesund bleiben“, so Neuer. Motiviert genug sei man auf jeden Fall, ergänzt Annette Peiler. Was man bräuchte, sei Nachwuchs, auch um aus mehr Stücken wählen zu können. Eine weitere Idee sei, Hoch- und Plattdeutsch auf der Bühne zu kombinieren, um vielleicht noch mehr Menschen zu erreichen.

Gut besucht waren die Vorstellungen schon jetzt. Nach der noch nicht ganz ausverkauften Premiere Ende Oktober sei insbesondere die letzte Vorstellung am Sonntag „übervoll“ gewesen. „Ich habe mit vielen gesprochen, das Stück ist gut angekommen“, hat sich der Regisseur natürlich Feedback eingeholt – auch von den vielen auswärtigen Besuchern aus Ahlen, Sendenhorst, Herbern und Hamm. Von glänzenden Augen und lachenden Gesichtern können auch Ludger Niesmann und Annette Peiler berichten. Für zwei Stunden einfach mal alle Sorgen vergessen, die Krieg, Energiekrise und Corona derzeit für viele bedeuten, diese Rückmeldung habe man bekommen.

Günter Neuer

Danken möchte die Truppe allen Helfern, die zu dem gelungenen Projekt beigetragen haben. „Ohne die geht es nicht“, so Neuer. Den stabilen Tresen im Amtszimmer etwa hätten zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kurzerhand selbst geschreinert.

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