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Sternsingeraktion in Drensteinfurt

Spendendosen müssen Hausbesuche ersetzen

Rinkerode/Drensteinfurt/Walstedde

Jetzt wäre eigentlich die Zeit, in die Vorbereitung der Sternsingeraktion 2022 einzusteigen. Doch in der Kirchengemeinde St. Regina ist entschieden worden, die Hausbesuche auch in diesem Winter nicht durchzuführen. Gespendet werden kann auf andere Weise.

Von Nicole Evering

Schon im Januar 2021 waren die Besuche der Sternsinger nicht im gewohnten Umfang möglich. Coronabedingt muss die Haussammlung auch in diesem Winter erneut ausfallen. Foto: Foto: Dietmar Jeschke

Eigentlich hätten sich alle Beteiligten am heutigen Donnerstag zur Vorbereitung im Pfarrzentrum treffen sollen. Es hätte einiges zu besprechen gegeben: Wer besucht welche Häuser? Wer übernimmt welche Rolle? Und unter welchem Motto steht eigentlich die Sternsingeraktion 2022? Doch jetzt hat das Rinkeroder Orga-Team entschieden, auch in diesem Winter auf die Haussammlung zu verzichten. „Corona lässt es einfach nicht zu“, sagt Kirsten Stehmann.

Dabei hatte das Team gehofft, die Aktion Anfang Januar wieder wie gewohnt veranstalten zu können: in Gruppen mit vier bis fünf Kindern die Menschen im Dorf zu besuchen, ihnen den Segen zu bringen und Spenden für Not leidende Kinder zu sammeln. Insbesondere auf die mangelhafte Gesundheitsversorgung von Mädchen und Jungen in Afrika sollte aufmerksam gemacht werden. Doch der organisatorische Aufwand wäre immens gewesen, betont Stehmann. Wie etwa hätten ständig die erforderlichen Abstände, beispielsweise beim gemeinsamen Essen im Pfarrzentrum, eingehalten werden sollen? Schließlich beteiligen sich in normalen Jahren rund 90 Kinder an der Sternsingeraktion. „Das geht in diesen Zeiten einfach nicht“, findet Stehmann.

Entscheidungen nach und nach gefallen

Auch in den anderen Orten der Pfarrgemeinde St. Regina hat man sich dazu entschlossen, die Aktion in diesem Jahr ein weiteres Mal ausfallen zu lassen. In Drensteinfurt war die Entscheidung schon vor mehreren Wochen gefallen, in Walstedde ist man Ende November nachgezogen. Nun hat sich auch Rinkerode diesem Vorgehen angeschlossen.

Doch auch wenn der persönliche Besuch angesichts immer noch hoher Infektionszahlen nicht angesagt ist, soll vor allem die Spendensammlung nicht komplett ins Wasser fallen. Wie schon im vergangenen Jahr werden in allen Rinkeroder Geschäften Spendendosen aufgestellt, und zwar ab dem Dienstag nach Weihnachten (28. Dezember). Bis zum 11. Januar haben die Menschen dann Zeit, das Dreikönigssingen mit Münzen oder Scheinen zu unterstützen.

Und auch der Segen soll trotz der widrigen Umstände den Weg in die Häuser finden. Gesegnete Aufkleber werden ebenfalls in den Geschäften ausliegen, aus der St.-Pankratius-Kirche kann zudem gesegnete Kreide mitgenommen werden, um sich den bekannten Spruch „20*C+M+B+22“ selbst an die Hauswand zu schreiben.

Video wird nach Weihnachten produziert

Auch in St. Regina und St. Lambertus wird es Stände geben, wo Aufkleber mit den Segenszeichen der Sternsinger und ein Segensgebet mitgenommen sowie die Spenden eingeworfen werden können, teilt Pastor Jörg Schlummer auf Anfrage mit. Auch Informationen zur Überweisung liegen aus.

Wie schon zu anderen Anlässen ist die Pfarrei auch an dieser Stelle wieder digital unterwegs, um die Menschen zu erreichen. „Ein Video mit drei Liedern der Drensteinfurter Sternsinger wird nach Weihnachten produziert und auf die Homepage der Kirchengemeinde gestellt“, berichtet der Pastor. Außerdem besuchen die Sternsinger die Messen am Dreikönigstag sowie am Sonntag danach, um zu singen und zu sammeln. In Drensteinfurt wird die Leiterrunde bei den Familien, die in der Vergangenheit die Sternsingergruppen zu sich nach Hause eingeladen haben, kontaktlos über die Briefkästen die Segensaufkleber, Texte und Überweisungsinfos verteilen.

Für Kinder in Afrika

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