1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Drensteinfurt
  6. >
  7. Sperrung wird zu oft ignoriert

  8. >

Brücke in der Bauerschaft Altendorf nicht mehr sicher

Sperrung wird zu oft ignoriert

Rinkerode

Im Verlauf des Wirtschaftsweges Nr. 306 quert der Wirtschaftsweg auf Höhe der Hofstelle Altendorf 13 den Flaggenbach. Die entsprechende Brücke über den Flaggenbach weist derzeit Schäden auf, die eine Nutzung nur noch für Fußgänger möglich macht. Ab März soll die marode Brücke ersetzt werden.

und

Da die bisherigen Sperrbaken zu oft ignoriert wurden, entschloss sich die Stadt die Durchfahrt mit massiven Betonkegeln zu unterbinden. Foto: Stadt Drensteinfurt

Im Verlauf des Wirtschaftsweges Nr. 306 quert der Wirtschaftsweg auf Höhe der Hofstelle Altendorf 13 den Flaggenbach. Die entsprechende Brücke über den Bach wurde 2013 im Bereich der Schrammborde und Stirnwände saniert und auf eine maximal zulässige Tonnage von sechs Tonnen beschränkt. 2021 zeichneten sich wieder Schäden im Bereich des südlichen Schrammbordes ab, die durch den städtischen Bauhof behoben wurden. Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass zeitnah ein Neubau der Brücke erforderlich ist, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Drensteinfurt. Nun muss die Brücke gesperrt werden.

„Die bestehende Brücke hat heute eine lichte Fahrbahnbreite von 3,65 Meter. Hinzu kommt ein relativ spitzer Winkel des weiteren Straßenverlaufs. Dies hat zur Folge, dass landwirtschaftliche Gespanne häufig das südliche Schrammbord touchieren und somit Druck auf das Schrammbord und die Stirnwand ausüben“, erläutert Bauamtsleiter Christoph Britten.

Anfang 2022 begannen daher die Planungen für die neue Brücke, deren Realisierung im Finanzplan der Stadt Drensteinfurt für das Jahr 2023 vorgesehen ist.

60 Tonnen Belastbarkeit

Die neue Brücke soll wieder bis 60 Tonnen belastbar werden, eine lichte Durchfahrtsbreite von fünf Metern erhalten und in ihrer Ausrichtung leicht gedreht werden, um die Befahrbarkeit für landwirtschaftliche Gespanne einfacher zu gestalten. „Für die Bereitschaft des Anliegers hierfür die entsprechende Fläche zur Verfügung zu stellen, bin ich sehr dankbar“, so Christoph Britten weiter.

Ende August 2022 wurden wieder erhebliche Schäden an der Brücke festgestellt. Das südliche Schrammbord und die Stirnwand drohen seitdem in den Flaggenbach zu stürzen.

Die danach ergriffenen Maßnahmen erläutert Christoph Britten wie folgt: „Nach Rücksprache mit dem Kreis Warendorf als Straßenverkehrsbehörde, sahen wir uns aus verkehrssicherungstechnischen Gründen gezwungen, die Brücke bis zum Neubau für den motorisierten Verkehr zu sperren, auch eine Freihaltung für Pkw war nach Rücksprache mit dem Straßenverkehrsamt nicht möglich. Seit Anfang September 2022 ist die Brücke somit offiziell gesperrt und darf nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Diese Sperrung wurde jedoch wiederholt entfernt und somit ignoriert. Wir sahen uns daher Anfang letzter Woche dazu gezwungen der Sperrung in Form von Betonkegeln etwas mehr Substanz zu verleihen.“

Baubeginn im März geplant

Die Abholung der Mülltonnen sei gesichert und werde durch die Entsorgungsbetriebe über den Daverthauptweg durchgeführt, teilt die Verwaltung mit. Die Baumaßnahme selbst konnte Ende 2022 über eine Verpflichtungsermächtigung in der Finanzplanung des städtischen Haushaltes vergeben werden, ein Baubeginn ist im März geplant. Die Bauzeit wird auf etwa vier Monate geschätzt, und die Maßnahme wird insgesamt rund 300 000 Euro kosten.

„Wir bedauern die Umwege und Einschränkungen, mit denen die Anlieger und Landwirte nun zu kämpfen haben. Eine andere Lösung gibt es jedoch bedauerlicherweise nicht“, zeigt auch Bürgermeister Carsten Grawunder Verständnis für den Unmut einzelner Anlieger.

„Die Maßnahme kann aufgrund von durchschnittlichen Pegelständen im Flaggenbach und gesetzlichen Bestimmungen zum Hochwasserschutz nicht früher beginnen“, führt Christoph Britten weiter aus.

Startseite