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„Five Sax“ in der Kulturscheune Walstedde

Spürbare Harmonie und Hingabe

Walstedde

Im Rahmen des sechsten „Summerwinds Festivals“ war das Quintett „Five Sax“ am Sonntagabend zu Gast in der Kulturscheune und überzeugte vor ausverkauftem Haus mit Stücken quer durch die Musikgeschichte. Schon vor der Tür war die Vorfreude des Publikums spürbar.

Von Pia Sofie Bartmann

Die „Five Sax“, das sind Michal Knot (v.l.), Charles Hon Sun Ng, Alvaro Collao Leon, Damiano Grandesso und Joel Diegert. Das Quintett begeisterte das Publikum nicht nur mit seinem harmonierenden Zusammenspiel, sondern auch mit seinem Humor. Foto: Pia Sofie Bartmann

Das bereits vorab ausverkaufte Konzert zog viele Liebhaber der Saxofon-Musik aus der Region nach Walstedde. Nach der Begrüßung durch Rudi Marhold, erster Vorsitzender des Vereins Kulturscheune Walstedde, ergriff Susanne Schulte von der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit das Wort. „Vielen Dank, dass wir zum vierten Mal während unseres Festivals hier in der Kulturscheune sein dürfen. Ich kenne diese talentierten, jungen Männer seit der Zusammenarbeit während einer CD-Produktion vor ein paar Jahren.“ Darüber hinaus könne sich das Publikum in den nächsten Wochen noch auf weitere hochkarätige Musikveranstaltungen freuen.

Mit einer kraftvollen Interpretation von Leonard Bernsteins „West Side Story“ ging es dann auch direkt los. Im Zusammenspiel der „Five Sax“ war von Beginn an spürbar, dass sie seit Jahren gemeinsam Musik machen und zu einer gut harmonierenden Einheit zusammengewachsen sind.

In Wien gegründet

Die „Five Sax“, das sind Michal Knot aus Polen, Damiano Grandesso aus Italien, Alvaro Collao Leon aus Chile, Joel Diegert aus den USA und Charles Hon Sun Ng aus Hongkong. Das Quintett wurde 2011 in Wien gegründet, wo die Musiker sich während ihres Studiums kennenlernten. Gemeinsam spielen sie klassische Musik, amerikanischen Jazz, südamerikanische Latinostile und europäische Volksmusik.

Die fünf Musiker hatten sichtlich Freude an dem, was sie taten. Sie präsentierten Stücke auf höchstem, spielerischem Niveau und interagierten charmant untereinander und mit dem Publikum, das sie mit Blicken während des Konzertes immer wieder einbezogen. In der tollen Akustik der Kulturscheune kamen sowohl die schnellen, frechen, als auch die ruhigen, gesetzten Stücke perfekt zur Geltung.

„Wir freuen uns, heute nach zwei Jahren Pandemie wieder vor einem ausverkauften Haus und vor so einem enthusiastischen Publikum wie ihnen spielen zu dürfen“, sagte Joel Diegert. Da ein Quintett in der Saxofonmusik eher selten ist, arrangieren die Musiker viele der von ihnen gespielten Lieder selbst.

Funke sprang über

Und der Funke sprang über. Auch für das Publikum war spürbar, mit welcher Hingabe jeder der Musiker sein Instrument beherrscht und in der Musik aufgeht. Als Charles Hon Sun Ng dann noch wie selbstverständlich ein Lied auf Chinesisch ankündigte und seine Kollegen ihn verständnislos anschauten, war auch der letzte ernsthafte Zuschauer von den jungen Männern überzeugt, und Gelächter erfüllte den Saal.

Das letzte offizielle Lied des Abends war eine Hora, ein traditionelles rumänisches Stück, das in einem feurigen Finale endete. Dann ließ sich jeder Musiker einzeln vom Publikum feiern, bevor sie, unter lautem Jubel und Applaus, die Zugaben anstimmten.

Die nächste Veranstaltung des „Summerwinds Festivals“ findet am kommenden Donnerstag (14. Juli) um 20 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche in Rinkerode statt. Dort ist „Linos Ensemble“ zu Gast. Auch dieses Konzert ist ausverkauft.

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