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Bei möglicher Gasmangellage im Winter

Stadt bereitet sich auf Krisenszenario vor

Drensteinfurt

Keine Heizung und kein Strom, weil das Gas fehlt: Auf ein solches 72-stündiges Krisenszenario im kommenden Winter bereitet sich die Stadt Drensteinfurt vor. Über das Vorgehen und geplante Anschaffungen informierte die Verwaltung am Montag die Ratsmitglieder.

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Bei einem großflächigen Stromausfall würde in der Dreingau-Halle eine Sammelstelle eingerichtet. Foto: Jeschke

Zunächst würde der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) zusammentreffen und sich einen Überblick verschaffen. Bei einem Ausfall des Telefonnetzes könnte die Stadt mithilfe eines Satellitentelefons Kontakt zu übergeordneten Stellen und anderen Kommunen aufnehmen. Ein zweites soll zeitnah angeschafft werden.

Im Krisenfall müssten die drei Feuerwehrgerätehäuser, das Verwaltungsgebäude und die Dreingau-Halle, die als Sammelunterkunft und Wärmehalle vorgesehen ist, mit Strom versorgt werden. Zurzeit stehen dafür vier mobile 60 KVA-Notstromaggregate zur Verfügung, ein weiteres soll perspektivisch angeschafft werden. Feuerwehr und Bauhof besitzen zudem 36 kleinere Aggregate. Ein ausreichender Treibstoffvorrat sei angelegt, so die Stadt. Zwei mobile Treibstofftanks sollen noch in diesem Haushaltsjahr gekauft werden. Man stehe außerdem in Kontakt mit den örtlichen Tankstellen, um im Notfall vorrangig an Treibstoff zu kommen.

Zehn Heizlüfter seien bereits besorgt worden, 20 würden zeitnah geliefert.

Sechs mobile Trinkwassertanks

Mit Gelsenwasser sei die Wasserversorgung besprochen worden. Ein großräumiger Ausfall sei aus Sicht des Unternehmens unwahrscheinlich. Dennoch will die Stadt zur Sicherheit noch in diesem Jahr sechs mobile versiegelte 1000-Liter-Tanks anschaffen, um im Notfall Trinkwasser-Ausgabestellen einrichten zu können.

In der Dreingau-Halle könne die Heizungsanlage innerhalb von ein bis zwei Tagen von Erd- auf Flüssiggasbetrieb umgerüstet werden. Ein entsprechend gefüllter Flüssiggastank soll angeschafft werden.

Auch mit den örtlichen Lebensmittelhändlern sei die Notfallversorgung der Bevölkerung sowie der Einsatzkräfte besprochen worden.

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