1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Drensteinfurt
  6. >
  7. „Städtebaulich sinnvolle Lösung“

  8. >

An der Fanny-Mendelssohn-Straße sollen neue Grundstücke erschlossen werden

„Städtebaulich sinnvolle Lösung“

Drensteinfurt

Die Nachfrage nach Bauland ist groß. Da neue Flächen auf der „grünen Wiese“ aber nur begrenzt zur Verfügung stehen, widmet sich die Stadt nun verstärkt der Nachverdichtung. Eine Fläche, die dafür im Raum steht, befindet sich an der Fanny-Mendelssohn-Straße.

Dietmar Jeschke

Die Erschließung der rückwärtigen Grundstücke der Riether Straße soll ringförmig von der Fanny-Mendelssohn-Straße aus erfolgen. Foto: Stadt

Die Nachfrage ist gewaltig. Allein im Baugebiet Mondscheinweg wird sich am Ende nur gut jeder dritte Bewerber über sein eigenes Baugrundstück freuen dürfen. Wer dort nicht zum Zuge kommt, kann es an der Blumenstraße versuchen. Vorausgesetzt, die Finanzen stimmen. Denn dem Vernehmen nach werden dort mittlerweile über 400 Euro pro Quadratmeter fällig. Um den Bedarf an Bauland zu decken, will die Stadt künftig nicht nur in Richtung „grüne Wiese“ blicken. In den Fokus sollen vielmehr auch kleinere Flächen rücken, die sich für eine Nachverdichtung geradezu anbieten. Wie etwa an der Fanny-Mendelssohn-Straße. Die nämlich ist bislang nur einseitig bebaut, obwohl sich jenseits des Straßengrabens noch üppige Brach- und Gartenflächen befinden. Über die Erschließung dieser Hinterlandparzellen der Anlieger der parallel verlaufenden Riether Straße soll am Montag der Stadtentwicklungsausschuss entscheiden.

„Die großzügigen Flurstückzuschnitte bieten hier ein enormes Nachverdichtungspotenzial“, erläutert Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur Sitzung. „Die Stadt Drensteinfurt verfolgt nicht nur das Ziel, neue Baugebiete zu planen, sondern auch das Ziel, vorhandene Baugebiete weiterzuentwickeln. Hier wird eine nachhaltige Entwicklung und Nachverdichtung überall da angestrebt, wo dies umsetzbar und sinnvoll ist.“

Die nach der nun vorgesehenen Bebauungsplanänderung überplante Teilfläche sei außerdem im Kontext des gesamten Stadtgebietes günstig gelegen und biete daher ein „hervorragendes innerstädtisches Nachverdichtungspotenzial“. „Gerade im Zuge der hohen Nachfrage nach Bauplätzen ist die besagte Fläche besonders attraktiv – nicht nur aus politischer, sondern maßgeblich auch aus städtebaulicher Sicht“, schildert Britten.

Im Zuge des Planverfahrens, so der Bauamtsleiter weiter, hätten bereits mehrere Anliegerversammlungen stattgefunden, in denen unterschiedliche Gestaltungspläne vorgestellt sowie diskutiert worden seien. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro „Drees & Huesmann“ sei darauf aufbauend eine Rahmenkonzeption entwickelt worden. „Sowohl aus Sicht des Planungsbüros als auch aus Sicht der Verwaltung, stellt diese Neuordnung eine städtebaulich sinnvolle sowie verträgliche Lösung für das Gesamtgebiet dar“, erklärt Christoph Britten.

Das Problem „Töller Graben“ – der kleine Bachlauf entlang der Fanny-Mendelssohn-Straße verhindert bislang den Zugang zu den potenziellen Baugrundstücken – sei außerdem gelöst. Wie das Bauamt schildert, verliere der Graben mit Erschließung des Neubaugebietes Mondscheinweg den noch verbliebenen Teil seines natürlichen Einzugsgebietes und damit verbunden auch seine Gewässereigenschaft. Der Bach könne daher in einen offenen Regenwasserkanal umgewandelt werden.

Der neue Gestaltungsplan sieht konkret eine ringartige Erschließung der bisherigen Brach- und Gartenflächen von der Fanny-Mendelssohn-Straße aus vor. „Die Querung des Grabens ist somit nun – anders als im früheren Planungsstadium – aus Sicht der unteren Wasserbehörde problemlos, das heißt ohne Stellung von separaten Querungsanträgen und ohne die Berücksichtigung von theoretischen Hochwasserpegeln und Freiborden an den Brücken, möglich“, erläutert Christoph Britten. Das gesamte Areal umfasst eine Fläche von rund 2,2 Hektar.

Startseite