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Unterbringung von Kriegsflüchtlingen

Städtische Gebäude umfunktionieren

Drensteinfurt

Die Stadt Drensteinfurt rechnet damit, in nächster Zeit Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen. In erster Linie muss kurzfristig Wohnraum organisiert werden. Der war auch schon vor den jüngsten Entwicklungen in Osteuropa knapp. Deshalb werden städtische Gebäude in den Blick genommen.

Von Nicole Evering

Bürgermeister Carsten Grawunder hofft, dass Menschen Wohnraum zur Verfügung stellen können. Foto: Dietmar Jeschke

Auch die Stadt Drensteinfurt rechnet damit, in nächster Zeit Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen. Ohne bereits konkrete Zahlen zu kennen, bereitet die Verwaltung sich darauf vor, die notwendigen Strukturen zu schaffen. In erster Linie muss kurzfristig Wohnraum organisiert werden.

Denn wie berichtet, war dieser bereits vor den jüngsten Entwicklungen in Osteuropa knapp. Auf den Aufruf der Stadt, ihr Objekte zur Miete oder zum Kauf anzubieten, um sowohl Asylsuchende als auch Obdachlose unterbringen zu können, habe es bisher allerdings keine große Resonanz gegeben, erklärt Bürgermeister Carsten Grawunder auf Anfrage. Er hegt allerdings die Hoffnung, dass sich angesichts der aktuellen Entwicklungen nun doch noch Menschen melden, um den Kriegsflüchtlingen vielleicht nicht dauerhaft, aber zumindest für ein paar Wochen Zuflucht bieten zu können.

Paul-Gerhardt-Haus und Jugendheim

Am Montag habe die Verwaltungsspitze zusammengesessen um zu überlegen, welche eigenen Liegenschaften man für diesen Zweck schnell umfunktionieren könnte. „Wir wollen auf keinen Fall Zustände wie 2015“, blickt der Bürgermeister auf die damals teils provisorischen Flüchtlingsunterkünfte zurück, zu denen etwa auch die notdürftig hergerichtete Dreingau-Halle zählte. Stattdessen sei es möglich, Räume in der ehemaligen Feuerwache an der Sendenhorster Straße schnell zu weiteren Wohn- und Schlafräumen umzubauen. Auch das Paul-Gerhardt-Haus in Walstedde, das die Stadt im vergangenen Jahr von der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen übernommen hat, sowie das Jugendheim Rinkerode, das 2015 schon einmal als Unterkunft diente, habe man im Fokus, berichtet das Stadtoberhaupt.

Am Mittwoch tage der Städte- und Gemeindebund, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dann warte man auf eine entsprechende Landesregelung und Zuweisungen von Personen. „Bis es soweit ist, bauen wir im Hintergrund die entsprechenden Strukturen auf“, sagt Carsten Grawunder.

Wer der Stadt Drensteinfurt Wohnraum zur Miete oder zum Kauf anbieten will, der kann sich bei Katrin Adolf, Tel. 0 25 08 / 9 95 14 01, oder bei Lisa Friedrichs, Tel. 0 25 08 / 9 95 14 02, melden.

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