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Leerung der Gelben Tonnen

Überall kommt nun der Seitenlader

Drensteinfurt/Sendenhorst

Ab sofort werden die Gelben Tonnen im gesamten Stadtgebiet von Drensteinfurt und Sendenhorst nur noch per Seitenlader geleert. Das geht schneller – wenn die Tonnen denn richtig am Straßenrand stehen. Entsorger Stenau bittet die Bürger um Mithilfe.

Der Seitenlader kommt bei der Leerung der Gelben Tonnen nun überall im Stadtgebiet zum Einsatz. In Einbahnstraßen sollten die Tonnen deshalb möglichst nur rechts am Straßenrand stehen. Foto: Nicole Evering

Meter um Meter schiebt sich der Müllwagen durch die Marienstraße. Der seitlich angebrachte Greifarm packt sich zwei Gelbe Tonnen, hebt diese an und schüttelt ein paar Mal kräftig, bis der Inhalt komplett im Bauch des Lkw gelandet ist.

Seit Montag ist Entsorger Stenau mit dem „Seitenlader“ genannten Fahrzeug im gesamten Stadtgebiet unterwegs. „Bisher haben wir nur 50, 60 Prozent der Tonnen in Drensteinfurt und Sendenhorst damit geleert“, erklärt der zuständige Disponent Sandro Santilli. In den übrigen Straßen kamen bis dato Fahrzeuge zum Einsatz, bei denen ein Mitarbeiter die Tonne per Hand vom Straßenrand ans Heck schieben und in die Kippvorrichtung einhängen musste. Die neue Technik habe sich bewährt, so Santilli, deshalb werde nun das gesamte Gebiet umgestellt. So spare man Zeit, und es sei auch ein geringerer Personaleinsatz nötig – wenn die Tonnen denn richtig stehen.

Ein Großteil steht schon richtig

Weil die anderen Entsorger bei der Leerung von Restmüll-, Bio- oder Papiertonne schon länger auf den Seitenlader setzen, seien die Drensteinfurter und Sendenhorster Bürger bereits sensibilisiert. „Die kennen das eigentlich und haben das System verstanden“, lobt Sandro Santilli, dass ein Großteil der Tonnen am Montag schon richtig stand.

Richtig heißt in diesem Fall, dass die Öffnung der Tonne in Richtung Straße zeigen muss. Schneller geht es außerdem, wenn immer zwei Tonnen direkt nebeneinander stehen, damit der Greifarm sie in einem Schwung packen und anheben kann. Jeder größere Abstand zwischen zwei Tonnen sorgt dafür, dass der Seitenlader mehrmals aktiv werden muss – und das Fahrzeug bei laufendem Motor länger in der jeweiligen Straße verweilt. Richtig schwierig kann es dann in einer Einbahnstraße wie zum Beispiel der Marienstraße werden, wenn die Tonnen auf beiden Straßenseiten auf ihre Leerung warten. Da in der Regel kein zweiter Mitarbeiter mehr an Bord ist, um die Tonnen auf die rechte Straßenseite zu rollen, muss der Müllwagen-Fahrer sich etwas überlegen: selbst aussteigen, verkehrt herum durch die Einbahnstraße fahren oder die nicht erreichbaren Tonnen am Ende einfach stehenlassen? Optionen, die alle nicht optimal sind. „Im Prinzip müssten die Tonnen in einer Einbahnstraße alle rechts stehen“, bittet Santilli die Bürgerinnen und Bürger an dieser Stelle um Mithilfe und betont: „Wir sind daran interessiert, gemeinsam mit dem Bürger eine Lösung zu finden.“ Dazu komme man auf Wunsch auch raus.

Sandro Santilli, Firma Stenau

Das gleiche Vorgehen würde die Abfuhr auch in engen Wohnsiedlungen beschleunigen. „Würden alle Tonnen auf einer Seite stehen, dann müsste das Fahrzeug nur ein Mal durch jede Straße fahren und ist am Ende schneller fertig“, erklärt der Stenau-Mitarbeiter.

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