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Stadt, Schule und Steuerungsgruppe laden zur „Fairen Woche“ ein

Viel erreicht – und noch viel vor

Drensteinfurt

Mit einem eigenen Info-Stand auf dem Wochenmarkt haben die Vertreter von Stadt, Steuerungsgruppe und Teamschule am Donnerstag die „Faire Woche“ eröffnet. Besonders im Blickpunkt der bundesweiten Aktion stehen in diesem Jahr fair gehandelte Textilien.

Von Dietmar Jeschke

Die Vertreter von Stadt, Steuerungsgruppe und Teamschule eröffneten am Donnerstag am Rande des Wochenmarktes die „Faire Woche“. In den kommenden Tagen sind weitere Aktionen geplant. Foto: Dietmar Jeschke

Es wurde durchaus schon einiges erreicht. Dennoch gibt es nach wie vor viel zu tun, was die Erweiterung des Bewusstseins für einen nachhaltigen und fairen Handel betrifft, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder. Ein ehrgeiziges Ziel also, das alle Beteiligten aber gerade in näherer Zukunft wohl vor große Herausforderung stellen dürfte. Denn selbst wenn es gelinge, mehr Menschen von fair gehandelten Produkten zu überzeugen, so gebe es sicherlich nicht wenige, die diese zwar gerne kaufen würden, sich angesichts von Inflation und Energiekrise am Ende aber dann doch für das günstigere – und eben nicht fair gehandelte – Produkt entschieden, schilderte Grawunder am Donnerstagmorgen am Rande des Wochenmarktes. Dort waren Stadt, Steuerungsgruppe und die Vertreter der Teamschule präsent, um die diesjährige „Faire Woche“ einzuläuten, in der die Aktiven zu einigen weiteren Aktionen rund um das Thema „fairer Handel“ einladen.

Bürgermeister Carsten Grawunder

Wie der Bürgermeister passend dazu vermeldete, darf man sich auch die kommenden Jahre mit dem Titel „Fairtrade Town“ schmücken. Der dazu notwendige Rezertifizierungsprozess sei erfolgreich abgeschlossen worden. „Das ist ein Stückweit eine Belohnung, aber auch ein Ansporn weiterzumachen“, so Grawunder. Genau das wollen Birgitta Riediger, Raphaela Blümer und die übrigen Mitglieder der Steuerungsgruppe vor allem in den kommenden beiden Wochen tun. In denen nämlich finden gleich mehrere Aktionen statt, die sich zwar nicht ausschließlich, aber durchaus im Wesentlichen um das Thema „Textilien“ drehen sollen. Aus gutem Grund, denn was deren faire Produktion und nachhaltige Verwendung betrifft, so gebe es durchaus noch ein großes Optimierungspotenzial, schildert Birgitta Riediger. „Wir wären schon einen Schritt weiter, wenn sich jeder einmal fragen würde, ob er dieses oder jenes neue Kleidungsstück tatsächlich braucht“, sagte sie und verwies dazu beispielhaft auf die Produktionsbedingungen in manchen Entwicklungsländern. „In Afrika etwa näht eine Frau am Tag 600 T-Shirts – und bekommt dafür umgerechnet 1,16 Euro. Das reicht auch dort nicht zum Leben“, schilderte sie.

Dass es auch anders geht, zeigt seit einiger Zeit die Stadt Drensteinfurt. Denn zum Auftakt der „Fairen Woche“ hatten die Wirtschaftsförderer Laura Volkmar und Frank Kronshage einen neuen Kleidersatz für die Beschäftigten des Bauhofes mitgebracht. Das Besondere: Die in knalligem Orange gehaltene Funktionsbekleidung ist mit einem Fairtrade-Siegel versehen.

Mit dabei bei der „Fairen Woche“ ist übrigens auch in diesem Jahr die Teamschule, in der es unter der Leitung von Lehrerin Elisabeth Juhl bereits seit Längerem eine eigene Fairtrade-Gruppe gibt, die zum Auftakt auf dem Marktplatz ebenso vertreten war wie Schulleiterin Anja Sachsenhausen und Detlev Aistermann als didaktischer Leiter der Schule. Unter anderem will die Schülergruppe wieder mit Kreideaktionen auf die Thematik aufmerksam machen.

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