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Teamschüler bauen Hochbeete für den im Interkulturellen Garten

Viel Platz für Pflücksalat & Co.

Drensteinfurt

Wer im Interkulturellen Garten künftig frischen Salat ernten möchte, der muss nicht erst in die Knie gehen. Die Zehnklässler der Teamschule fertigen derzeit fünf stattliche Hochbeete mit einem Volumen von zwei Kubikmetern. Dazu werden Tomatenunterstände gebaut.

Von Dietmar Jeschke

Lehrer und Schüler dankten Ulrich Walbaum und Raphael Reich vom BTL-Baumarkt, der das Holz gesponsert hatte. Foto: Dietmar Jeschke

Es wird gemessen, gesägt, geschliffen, geschraubt und nicht zuletzt auch fleißig getackert. Und das in präzisem Takt. „Hier wird schon fast industriell gearbeitet“, sagt Karl Kampelmann, bevor er zurück an die Kreissäge muss. Denn die überlässt er aus Sicherheitsgründen dann doch nicht den Zehntklässlern, die ansonsten jedoch ausdrücklich zum selbstständigen Arbeiten aufgefordert sind. Mit Erfolg, wie die fast fertigen, stattliche zwei Kubikmeter fassenden Kästen eindrucksvoll dokumentieren.

Während die neuen Hochboote im von Teamschule und Deutsch-Ausländischem Freundeskreis betriebenen Interkulturellen Garten an einer Station ihre Kranzleiste erhalten, sind die Schüler an einer anderen Stelle damit beschäftigt, die Innenseiten mit Kunststoff zu beplanken. Der ist nämlich notwendig, damit das zwar imprägnierte, aber trotzdem nicht ewig wetterfeste Fichtenholz vor Feuchtigkeit und Fäule zu bewahren.

Bevor die Kästen jedoch mit Erde befüllt werden, wollen zunächst auch die parallel in Fertigung befindlichen Tomatendächer vollendet sein. „Danach geht es in den Wald, um Reisig zu sammeln“, schildert „Garten-Karl“, wie er von Schülern und Kollegen wegen seiner Leidenschaft fürs Handwerken und seines dazu „grünen Daumens“ gerne genannt wird. Der Reisig dient als unterste Schicht in den neuen Hochbeeten, auf der weitere folgen. Ist auch die abschließende Pflanzerde drin, soll direkt mit der Aussaat begonnen werden. „Wir sind zwar schon ein wenig spät dran. Aber für Pflücksalat etwa sollte es in diesem Jahr noch reichen“, erklärt Karl Kampelmann, der das Engagement der angehenden Entlassschüler ausdrücklich lobt. Denn für etliche von ihnen ist die „Garten- und Handwerkskunde“ nicht nur Unterrichtsbeschäftigung. „Sie kommen auch in Pausen und Freistunden – mit Akkuschraube und Arbeitsschuhen“, berichtet der Fachlehrer, der den Zusammenbau am Montag gemeinsam mit Fachbereichsleiter Oliver Beughold begleitete. Aus gutem Grund: Denn Beugholds künftige Fünftklässler werden es sein, die nach den Ferien gleich hautnah erleben sollen, was sich denn so alles in einem Hochbeet für die heimische Küchen anpflanzen lässt.

Dank zollten die Teamschullehrer übrigens auch Ulrich Walbaum und Raphael Reich vom Drensteinfurter BTL-Baumarkt. Der nämlich hatte auf Anfrage das mittlerweile recht kostspielige Holz für das Projekt kostenlos zur Verfügung gestellt. Vor Ort nutzten die beiden Bauspezialisten dann gleich die Gelegenheit, um mal „abzuchecken“, welcher der Schüler denn vielleicht einmal ins Handwerk möchte. „Denn dort sind ja viele Stellen unbesetzt“, schildert Walbaum. „Es ist toll, dass wir so eine positive Rückmeldung bekommen haben. Denn Geld für solche Projekte zu bekommen, ist nicht immer einfach“, dankte Karl Kampelmann auch dem Förderverein, der sich an den Kosten beteiligt hatte.

Sind die Hochbeete fertig, wartet nebenan übrigens gleich ein weiteres Projekt auf seinen (Wieder-) Aufbau. Denn das erst im vergangenen Jahr montierte Gewächshaus, das die Gartenarbeit auch in der kühlen Jahreszeit möglich machen sollte, war schon kurz nach seiner Einweihung einem Sturm zu Opfer gefallen. „Wir befinden uns im Gespräch mit dem Hersteller“, sagt Karl Kampelmann.

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