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Bürgerschützen in den Startlöchern

Vogel trägt bezeichnenden Namen

Drensteinfurt

Bei ihrer Mitgliederversammlung haben sich die Bürgerschützen St. Johannes schon einmal auf ihr Fest Mitte Juni eingestimmt. Der Holzvogel, auf den dann angelegt werden soll, bekam bei seiner Taufe einen bezeichnenden Namen: „Rex cum Corona“.

Von Dietmar Jeschke

Die Tage als König sind für Hans von Doorn gezählt. Anlässlich seines 70. Geburtstages am Sonntag taufte Bernd Bußmann mit Hilfe von Adjutant Andreas Schröter und Hauptmann Frank Tendahl (v.l.) den Vogel auf den Namen „Rex cum Corona“. Foto: Dietmar Jeschke

„Rex cum Corona“: ein Name, der im wahrsten Sinne des Wortes „Programm“ ist. Denn wenn die Bürgerschützen am 18. Juni auf den von Martin Schulze Mengering gebauten und von Bernd Bußmann gestifteten und getauften Vogel anhalten werden, geht es nach nicht weniger als 1099 Tagen darum, endlich den ersten „König nach Corona“ zu krönen. Für „Langzeitregent“ Hans von Doorn heißt es dann Abschied nehmen von Thron und Würden. Das jedoch nicht ohne besonderen Respekt. Denn für sein Durchhaltevermögen erntete der erste Drei-Jahres-König der Nachkriegsgeschichte schon am Samstagabend gehörig Lob und Anerkennung. Knapp 60 der insgesamt nun 629 Bürgerschützen hatten sich im Gasthaus Averdung getroffen, um sich im Rahmen der seit Langem ersten „normalen“ Mitgliederversammlung auf den bevorstehenden Jahreshöhepunkt einzustimmen.

Vereinssatzung überarbeitet

Aber nicht nur das: Denn bevor Vorsitzender Hermann Weber über die Details zum Festablauf informierte, galt es, eine gut 15-seitige „trockene Materie“ in „trockene Tücher“ zu bringen. Denn um sie sowohl inhaltlich als auch rechtlich auf die Höhe der Zeit zu bringen, hatte der Vorstand die tradierte Vereinssatzung mit notarieller Unterstützung auf Vordermann gebracht. Und das Ergebnis – auch so ist es rechtlich gewollt – mussten sich die Schützen zunächst einmal vollständig anhören. Viel zu diskutieren gab es darüber aber nicht. Ebenso wenig wie über den vorgesehen Festfahrplan, wenngleich er in diesem Jahr mit einem neue Festwirt namens Daniel Rottmann aus Albachten verbunden ist. Der jedoch, erläuterte Hermann Weber, habe sich beim Vorgespräch im Schlosspark bereits äußerst motiviert und engagiert gezeigt, so dass einem gelungenen Spektakel nicht mehr viel im Wege stehen sollte.

Bevor es jedoch losgeht, sind alle Schützen am 4. Juni (Samstag) zum Schmücken der Innenstadt eingeladen – eine Woche früher als sonst üblich, da die „Bürger“ am 11. Juni zum Jubiläum der Herberner Schützen eingeladen sind. Nach dem Aufhängen der Fähnchen werden sich die Teilnehmer bei Klaus Bohnenkamp am Westwall zum traditionellen Frikadellenessen treffen.

13. Auflage des Bierkönigsschießens

Am 16. Juni (Donnerstag) wird schließlich ab 11 Uhr das Zelt im Schlosspark geschmückt. Die Helfer sind danach ab 18 Uhr zu Bier und Bratwurst eingeladen. Das eigentliche Fest startet dann einen Tag später, und zwar um 18 Uhr mit einer vom Blasorchester Everswinkel begleiteten Festmesse in der Pfarrkirche St. Regina. Nach dem Antreten am Zelt wird der König an der Alten Post abgeholt. Und zeitgleich mit dem Festkommers startet schließlich die 13. Auflage des Bierkönigsschießens. Eine gute Gelegenheit, erklärte Vorsitzender Hermann Weber, um sich schon mal „im Umgang mit der Waffe zu üben“.

Am 18. Juni (Samstag) heißt es schließlich um Punkt 12 Uhr „Antreten auf dem Markt“, bevor nach dem Umzug durch die Stadt das Vogelschießen im Schlosspark startet – samt großem Familienfest mit Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen. Was letzteren betrifft, hofft der Verein noch auf Spenden, die bis 14 Uhr im Schlosspark abgegeben werden können. Der Erlös ist für das „Café Malta“ bestimmt. Ausklingen wir das Festwochenende dann wie gewohnt am Sonntag ab 11 Uhr mit dem Frühschoppen.

Der Vorstand hofft nun nur noch auf zwei Dinge: auf gutes Wetter und zahlreiche Teilnehmer, denn: „Das ist der Geist des Vereins: mitmachen!“, erklärte der noch amtierende Regent Hans von Doorn.

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