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Brunnen-Entwürfe vorgestellt

Walbert zieht an den „Werselauf“

Drensteinfurt

Der marode Betonbrunnen auf dem Kirchplatz soll verschwinden. An seiner Stelle wird ein symbolisierter Werselauf angelegt, in dessen Mitte die Walbertfigur des einstigen Marktplatzbrunnens ein neues „Zuhause“ finden soll. Im Fachausschuss wurden die ersten Pläne vorgestellt.

Dietmar Jeschke

Der Brunnen am Kirchplatz ist marode. Er soll im kommenden Jahr durch einen symbolisierten Flusslauf samt Walbertfigur ersetzt werden. Foto: Dietmar Jeschke

„Werselauf“, „Fokus Werse“ oder „Große Furt“: Wie der neue „Walbert-Brunnen“ am Rande des Kirchplatzes aussehen könnte, darüber hatte sich Hellmut Neidhardt vom Dortmunder Büro „Landschaft planen + bauen“ in den vergangenen Wochen intensive Gedanken gemacht. Am Montag präsentierte der Planer seine Entwürfe den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses.

Allen Varianten gemeinsam ist die zentrale Anordnung der urheberrechtlich geschützten Walbertfigur – sie erinnert an die erste urkundliche Erwähnung der Stadt – samt der dazugehörigen Sandsteine. Unterschiede gibt es dagegen, was Gestalt, Form und Größe des eigentlichen Brunnenbereichs anbelangt. Dem Teichbecken im Plan mit dem Titel „Fokus Werse“ erteilten die Ausschussmitglieder schnell eine Absage. Auf deutlich mehr Gegenliebe stießen die beiden übrigen Vorschläge, die jeweils einen symbolisierten Flusslauf unterschiedlicher Breite vorsehen, der sich sanft aus dem bestehenden Pflaster auf maximal 15 Zentimeter abgesenkt. Der „Werselauf“, für den sich die Ausschussmehrheit am Ende entschied, soll im Bereich des bisherigen (baufälligen) Kirchplatzbrunnens angelegt und von Bänken entlang der Blumenbeete flankiert werden. Zudem sieht das Planungsbüro eine entsprechende Beleuchtung vor. Im Herbst sollen im Fachausschuss weitere Details vorgestellt werden.

Weiteres Thema im Fachausschuss war die Marktplatzmöblierung. Wie Rodegang Elkendorf vom Planungsbüro Gnegel berichtete, sollen künftig acht Bänke des Modells „Stadt Drensteinfurt“ aufgestellt werden – und zwar jeweils vier auf dem „großen“ und auf dem „kleinen“ Markt. „Mehr geht immer noch“, betonte der Planer. Am Randbereich sollen ferner an vier Standorten Fahrradbügel angebracht werden. Aus städtebaulicher Sicht verzichtet werden sollte jedoch auf die bisher am „kleinen Markt“ postierten Schaukästen der politischen Parteien, empfahl Elkendorf. „Hier sind sich die Planer einig: Die sind einfach nicht schön.“ Zudem gebe es auf dem Marktplatz künftig offenes WLAN, das Smartphonenutzern schnellen Internetzugriff – auch auf Seiten der Parteien – biete.

Nicht verzichten wollte die Politik dagegen auf die aus städtebaulicher Perspektive gleichfalls nicht unbedingt notwendige, dafür aber in der Vergangenheit durchaus gut genutzte „Casa urbana“. Das gläserne Häuschen soll künftig einen Platz auf dem „kleinen Markt“ in Nachbarschaft des Sparkassengebäudes erhalten. Unweit davon werden ferner drei neue Spielgeräte sowie ein neues öffentliches Bücherregal samt Ladestation für E-Bikes montiert.

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