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Teamschule entlässt ihre ersten Schüler

Wichtige Sprosse auf der Lebensleiter

Drensteinfurt

Es war ein Premiere der besonderen Art: Zum ersten Mal hatte die Drensteinfurter Teamschule zur Entlassfeier eingeladen. 97 Schüler, die von Anfang an dabei waren, erhielten dabei ihre Zeugnisse.

wn

Volles Haus: Rund 400 Schüler und Gäste hatten sich in der Dreingau-Halle zur ersten Entlassfeier der Teamschule eingefunden. Foto: Dietmar Jeschke

Ein bisschen habe er schmunzeln müssen, als er die Einladung zur „diesjährigen“ Entlassfeier der Teamschule erhalten habe. „Denn wir haben uns doch zu unserer ERSTEN Entlassfeier eingefunden“, betonte Bürgermeister Carsten Grawunder in seiner Rede die Besonderheit dieses Augenblicks. „Ein Moment, der von vielen in Drensteinfurt mit großer Spannung erwartet worden ist.“

In erster Linie natürlich von den 97 Schülerinnen und Schüler selbst, für die gestern ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist. Die Zehntklässler haben ihren Schulabschluss gebührend gefeiert: zunächst mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Regina, anschließend mit einer Feierstunde in der Dreingau-Halle. Mehr als 400 Anwesende verfolgten die Veranstaltung, die von den Entlassschülern selbst mit einem Lied eingeläutet wurde. „It‘s been a long way from where we began“, hieß es da. Über die große Leinwand liefen währenddessen Fotos der Schüler aus den vergangenen sechs Jahren. Erinnerungen wurden wach, die eine oder andere Träne konnte schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückgehalten werden.

„Nicht weinen da in der ersten Reihe“, versuchte auch Anja Sachsenhausen ihre Gefühle in den Griff zu bekommen. Als die kommissarische Schulleiterin „ihren“ ersten Entlassjahrgang mit den Worten begrüßte, „heute sage ich zum letzten Mal zu euch: liebe Schülerinnen und Schüler“, da dürfte vielleicht dem einen oder anderen wirklich bewusst geworden sein, dass nun ein „neues Leben“ beginnt. Sachsenhausen hatte viele lobende und ermutigende Worte vorbereitet. „Ihr seid etwas ganz Besonderes. Seid stolz auf das Erreichte, aber setzt euch neue Ziele. Habt Vertrauen in euch. Seid mutig, bleibt neugierig und vertretet eure Meinung.“

Einen besonderen Dank richtete Sachsenhausen an ihre Vorgängerin Ulrike Rupieper, die die Teamschule seit ihrer Gründung vor sechs Jahren mit aufgebaut hatte. Auch das Kollegium und die anderen Mitarbeiter der Schule bedachte sie in ihrer Rede. „Danke für euren Einsatz und dafür, dass ihr auch in intensiven Zeiten euren Enthusiasmus nicht verloren habt.“

In der ersten Zuschauerreihe hatte neben Ulrike Rupieper und den Rektoren der drei Drensteinfurter Grundschulen auch der Bürgermeister Platz genommen. Er wurde von den Teamschülern auf die Bühne gebeten, nachdem diese ihm in einem Einspielfilm mit dem Titel „Bürgermeisterwahl“ ein paar Ideen für die Zukunft mit auf den Weg gegeben hatten. „Ein paar davon lassen sich vielleicht umsetzen, bestimmt nicht alle“, kommentierte er dies mit einem Schmunzeln. Grawunder warf in seiner Rede einen Blick zurück auf die Anfänge der Teamschule. Nun sei man zum ersten Mal in der Lage, „die vielfach untersuchte und auch schon oft bestätigte ausgezeichnete Qualität der pädagogischen Arbeit mit harten Fakten belegen zu können“ – nämlich mit erfolgreichen Schulabschlüssen, zu denen der Bürgermeister herzlich gratulierte. „Dieser Erfolg ist eine ganz wesentliche Sprosse auf Ihrer Lebensleiter.“

Nach der Zeugnisübergabe nutzten die Hauptpersonen dieses Tages und ihre Gäste das sommerliche Wetter, um im Freien auf ihren Abschluss anzustoßen. Es dürfte nicht das letzte Mal an diesem Tag gewesen sein

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