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Jugendtreff im Kulturbahnhof

Zocken und gemeinsam Kochen

Drensteinfurt

Nach zuletzt eher mäßiger Resonanz startet der Drensteinfurter Jugendtreff am Freitag (13. Januar) in komplett neuem Format. Nun stellten Jugendpflegerin Anja Buthe und Bürgermeister Carsten Grawunder im Kulturbahnhof das neue Konzept vor.

Zur Freude von Bürgermeister Carsten Grawunder ist Billard-Spielen nach wie vor nicht „out“. Im Gegenteil: Wie Jugendpflegerin Anja Buthe berichtet, wird der schwere Tisch im Jugendtreff immer noch regelmäßig und gerne genutzt. Und natürlich steht auch er den Gästen des neuen Jugendtreffs, der am kommenden Freitag erstmals seine Pforten öffnen wird, jederzeit zur Verfügung. Foto: Jeschke

Er hat einmal super funktioniert. Und das stets mit buchstäblich „voller Hütte“. Aus gutem Grund, denn diejenigen, die dem Jugendtreff vor nun etlichen Jahren das notwendige Leben eingehaucht hatten, waren nicht einfach nur „Gäste“. „Das war einfach eine feste und tolle Gemeinschaft. Und genau da wollen wir wieder hin“, sagt Anja Buthe.

Wie? Das schilderte die städtische Jugendpflegerin gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Grawunder im Zentrum des geplanten Geschehens: Am Billardtisch des Jugendtreffs im Kulturbahnhof, der künftig nicht mehr nur regelmäßiger Anlaufpunkt für Sechs- bis Elfjährige beim „Café Kidz“, sondern auch wieder für Jugendliche ab zwölf Jahren sein soll, bei denen die zuletzt angeboten Mittwochstreffen nicht mehr so wirklich angekommen waren.

„Wir haben uns überlegt: Wann haben Jugendliche am ehesten Lust und Zeit? Und das ist am Freitag“, berichtet Buthe. Und so soll das neue „Format“ eben ab dem kommenden Freitag regelmäßig zum Ende der Schul- und Arbeitswoche stattfinden. Von 15 bis 21 Uhr wird dabei nicht nur für Spaß, Gesellschaft und Unterhaltung gesorgt sein. Als „Versuchsballon“ wollen Anja Buthe und ihr insgesamt sechsköpfiges Team aus in der Jugendarbeit erfahrenen und dazu erwachsenen „Teamern“ zu Beginn vielmehr auch eine Hausaufgaben- und Lernhilfe anbieten. Auf freiwilliger Basis, versteht sich, wie übrigens auch der Rest des Programms. Denn neben Tischtennis, Billard, Kickern oder „Zocken“ mit der „Switch“ – der „Beamer“ samt Leinwand soll in den kommenden Tagen installiert werden – will man je Treffen auch zwei verschiedene Workshops anbieten. „Zu ganz verschiedenen Aspekten, die wir uns vorher gemeinsam überlegen. Das kann von Themen wie ,Liebe und Beziehungen‘ bis hin zum Monopoly-Spiel reichen“, schildert die Jugendpflegerin. „Denkbar sind dazu auch Beratungsstunden, wie etwa zum Thema Medienkonsum.“

Um für das Projekt zu werben, hat Anja Buthe bereits Ende der vergangenen Woche fleißig die Werbetrommel gerührt und munter bunte Flyer verteilt. Und das soll auch in den kommenden Wochen passieren. Denn auch während der nächsten Öffnungstage wollen die ehrenamtlichen Helfer gezielt Orte aufsuchen, an denen sich junge Menschen aufhalten, um sie dort persönlich zum „Hineinschnuppern“ in den Jugendtreff zu animieren. Verbunden mit der Einladung zum gemeinsamen Abendessen, denn auch das gehört fest zum neuen Konzept. „Wir überlegen uns vorher, was wir kochen wollen. Dann gehen wir einkaufen und bereiten das Essen gemeinsam zu“, schildert die Jugendpflegerin.

Wichtig ist, so Anja Buthe abschließend, dass alle Angebote nicht nur freiwillig, sondern auch vollkommen kostenlos sind. „Wir bekommen dafür eine Förderung“, sagt sie und hofft, dass das neue Format der – nach der in den vergangenen Jahren zwar immer wieder nachgefragten, aber am Ende doch meist nur verhalten angenommen – offenen Jugendarbeit auch tatsächlich bei der Zielgruppe ankommt. Letztere ist übrigens durchaus weit gefasst und reicht von Zwölfjährigen bis hin zu jungen Erwachsenen.

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