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„Give-Box“ an der Caritas-Kita ist fertig

Zweite Chance für Spiele, Bücher, Kleidung & Co.

Drensteinfurt

Es gibt nicht wenige Familien, die aktuell zu „knapsen“ haben. Ein klein wenig Hilfe wollen nun die Mitarbeiter der Caritas-Kita „Villa Kunterbunt“ leisten. Seit einigen Tagen nämlich steht vor dem Kita-Eingang an der Kleiststraße eine „Give-Box.“

-dje-

Marius Kortenkämper und Julian Morisse (v.r.) hatten die Idee zum Projekt. Einrichtungsleiterin Nadja Entrup hofft, dass die „Give-Box“ nun auch fleißig genutzt wird. Foto: Dietmar Jeschke

Manches ist vielleicht noch gut in Schuss, aber einfach nur zu klein geworden. Anderes wurde mal irgendwann verloren – und danach nicht wirklich vermisst. Und dann gibt es vielleicht ja auch noch Bücher, die irgendwann „ausgelesen“ und damit über sind. Vieles davon landete bislang einfach in der Ecke – oder in der großen Fundsammelkiste. Doch dort soll es künftig nicht mehr bleiben. Denn seit einigen Tagen steht nun vor der Caritas-Kita „Villa Kunterbunt“ an der Kleiststraße eine sogenannte „Give-Box“. Unter dem Motto „Schenken und beschenkt werden“ sollen mit ihrer Hilfe sowohl Fundstücke als auch ausrangierte Kleidung, Spiele und Bücher eine neue Verwendung finden.

Die Idee dazu, berichtet Einrichtungsleiterin Nadja Entrup, war den beiden Kita-Beschäftigten Marius Kortenkämper und Julian Morisse im Zuge des derzeitigen Zertifizierungsprozesses zum Familienzentrum gekommen. Denn angesichts von explodierenden Energiepreisen und Rekord-Inflation gebe es nun einmal nicht wenige Familien, die aktuell durchaus „zu knapsen“ hätten – darüber aber vielleicht nicht unbedingt reden möchten.

Der ausgemusterte und unter einem eigens gefertigten Dach untergebrachte ehemalige Getränkekühlschrank soll dabei künftig ein klein wenig Hilfe leisten. Und das an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr. „Wer aus Scham hier tagsüber nicht vorbeischauen möchte, der kann das auch abends im Dunkeln tun“, sagt Entrup.

Damit das Projekt auch funktioniert, behalten Marius Kortenkämper und Julian Morisse die „Give-Box“ unter ihren „Fittichen“ und sorgen auch für die Bestückung. So etwa mit Fundstücken, die länger als vier Wochen in der Sammelbox der Einrichtung schlummern. Willkommen sind aber auch Sachspenden von außerhalb, die ganz einfach in der Box deponiert werden können – Lebensmittel einmal außen vor. Dazu weist das Kita-Team darauf hin, dass die „Give-Box“ kein Müllsammelplatz ist. In ihr sollten ausschließlich Gegenstände landen, die sauber und heile sind. „Wir hoffen nun, dass sie auch angenommen wird und wir einigen Familien auf ganz einfachem und direktem Weg helfen können“, sagt Nadja Entrup abschließend.

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