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Kita-Neubau in Drensteinfurt

„Zwilling“ wird schon mitgedacht

Drensteinfurt

Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in Drensteinfurt, angesichts der Erschließung weiterer Baugebiete, längst nicht gedeckt. Am Mondscheinweg wird eine Vier-Gruppen-Einrichtung mitgeplant. Doch eigentlich bräuchte es dort sogar gleich eine zweite. Eine Lösung des Problems wurde im Sozialausschuss aufgezeigt.

Von Nicole Evering

Das neue Kita-Gebäude im Baugebiet Mondscheinweg wird zweigeschossig geplant und ist für vier Gruppen ausgelegt. Bei Bedarf könnte auf dem gleichen Grundstück ein zweiter Bau entstehen, in dem ebenfalls bis zu vier Gruppen Platz fänden. Foto: Abdelkader Architekten

In den vergangenen zwei Jahren haben in der Stadt zwei Kindertageseinrichtungen eröffnet. Doch der Bedarf ist, angesichts der Erschließung weiterer Baugebiete, längst nicht gedeckt. Am Mondscheinweg wird eine neue Vier-Gruppen-Kita mitgeplant. Deren Träger ist mit der Awo bereits gefunden. Dass es mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts gleich auch eine zweite Kita bräuchte, diese Information des Kreisjugendamtes hat die Verwaltung erst erreicht, als die Bebauungspläne bereits fertig waren. Eine Lösung des Problems zeigte Friederike Abdelkader vom ausführenden Architekturbüro am Dienstagabend im Sozialausschuss auf.

Der zweigeschossige Kita-Bau soll so auf dem rechteckigen Grundstück platziert werden, dass direkt daneben ein Zwillingsgebäude entstehen könnte. „Durch die Separierung könnte dieses auch durch einen anderen Träger betreut werden. Gleichzeitig stünden Synergien zur Verfügung“, so Abdelkader. Im Erdgeschoss sind laut Planung zwei Gruppen- samt Neben- und Sanitärräumen, Turnhalle, Küche sowie die Verwaltung untergebracht. Zwei weitere Gruppen haben Platz im Obergeschoss. Alle Räume sollen windmühlenartig um ein offenes Foyer angeordnet werden. Da der Kita-Standort südlich an einen recht breiten Grünstreifen grenzt, könne von dort Fläche hinzugewonnen werden. So wäre auch bei einem zweiten Bau genug Außenspielfläche für die Kinder vorhanden.

Bürgermeister Carsten Grawunder

„Wir rennen bei der Planung immer dem Bedarf hinterher“, verwies Bürgermeister Carsten Grawunder auf ein bekanntes Problem. Durch den angrenzenden Grünstreifen seien die Pläne in diesem Fall relativ einfach abzuändern. Allerdings seien pro Kita eigentlich höchstens fünf oder sechs Gruppen denkbar. „Bei mehr geht der Kreis nicht mit.“

Von der südlich angrenzenden Grünanlage soll dem Kita-Grundstück noch Fläche für den Außenbereich zugeschlagen werden. Foto: Grafik: Abdelkader Architekten

Aus den Reihen der Ausschussmitglieder gab es Kritik an der Raumbelegung. Diese sieht derzeit vor, dass die U3-Gruppen im Obergeschoss untergebracht werden, „in der ruhigsten Ecke des Gebäudes“, verwies Awo-Abteilungsleiter Daniel Frieling auf das erhöhte Schlafbedürfnis der Jüngsten. Dies sei etwa im Brandfall höchst problematisch, merkte Kathrin Dartmann (CDU) an. „Dann darf der Aufzug nicht benutzt werden, und die Erzieher müssten die Kinder die Treppen hinuntertragen.“ Frieling gab zu, dass es sich dabei nicht um die beste Variante handele. „Es ist ein Kompromiss, an dem wir lange geknackt haben.“ Vielleicht finde sich aber noch eine andere Lösung. Man sei ohnehin in engem, regelmäßigem Austausch mit allen Beteiligten.

Zweiter Pavillon am Windmühlenweg

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