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Jahreshauptversammlung des Bürgerschützen- und Heimatvereins

100-Jähriges kann gefeiert werden

Everswinkel

Der Bürgerschützen- und Heimatverein hat im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Markus Becker tritt nach einstimmigem Votum die Nachfolge von Pressewart Gerrit Krause an. Die weiteren Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Von Christopher Irmler

Wiedergewählt wurden der erste Vorsitzende Berthold Bunterkötter, die Beisitzer Barthold Deiters und Georg Aertker. Neu dabei ist Pressewart Markus Becker (2.v.l.). Es fehlt Bernd Henrichs.. Foto: Christopher Irmler

Eigentlich lädt der Bürgerschützen- und Heimatverein im Frühjahr zur Jahreshauptversammlung in eine örtliche Gaststätte ein. Doch in Corona-Zeiten gestaltet sich auch dieser Brauch schwierig. Und so begrüßte der Vorsitzende Berthold Buntenkötter die Mitglieder am Freitagabend in der Schützenscheune. Sämtliche Türen und Tore des Gebäudes am Schützenplatz blieben geöffnet, Mitglieder mussten sich vorab anmelden. Und dennoch überwog bei allen Beteiligten die Freude, sich überhaupt wieder treffen zu können.

Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Anwesenden Berthold Buntenkötter im Amt des Vorsitzenden, Georg Aertker und Bernd Henrichs bleiben Beisitzer. Auch Barthold Deiters ist weiterhin Beisitzer und Kooptierter. Markus Becker tritt nach ebenfalls einstimmigem Votum die Nachfolge von Pressewart Gerrit Krause an. Letztgenannter war verhindert und soll zu einem späteren Zeitpunkt für seinen langjährigen Einsatz geehrt werden.

Barthold Deiters

Schriftführer Frank Horstmann blickte in seinem Jahresbericht auf 2020 zurück und musste in diesem Zusammenhang überwiegend an coronabedingte Absagen erinnern. Völlig untätig sei man jedoch nicht gewesen, wie Buntenkötter mit Blick auf einige Arbeitseinsätze befand. So entstand eine neue Remise, die Kanoniere richteten im Bereich des Schützenplatzes eine Wiese und den angrenzenden Teich her. Und auch das Schützenfest sei im privaten Rahmen begangen worden. Finanziell betrachtet sei der aktuell 1044 Mitglieder zählende Verein gut durch Corona gekommen, wie Kassierer Jörg Edelbrock erläuterte. Zwar hätten sich die Einnahmen in etwa halbiert, dies gelte jedoch ebenso für die Ausgaben.

Das 100-jährige Bestehen im kommenden Jahr kann gefeiert werden. Die diesbezüglichen Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, wie die Sprecher der sechs gebildeten Arbeitsgruppen deutlich machten. Als Orientierungshilfe soll das Kreisehrengardentreffen 2018 dienen. Erneut soll im Gewerbegebiet Boschweg angetreten werden. Hier startet der Umzug zum drei Kilometer entfernten Schützenplatz. Um allen Altersgruppen die Teilnahme zu ermöglichen, sollen sich Jüngere und Ältere im Bereich Magnusplatz anschließen können – womit nur noch 1,4 Kilometer marschiert werden müssten. Geplant ist zudem ein gemeinsames Fest mit der Feuerwehr. Rund um den 1.Mai soll es Führungen und Livemusik geben. Das Hubertusfest soll nach derzeitigem Planungsstand am ersten Samstag im November in der Festhalle als Galaabend gefeiert werden. Alle Sprecher betonten jedoch, lediglich Zwischenstände der noch laufenden Planungen zu präsentieren.

Die Festschrift sei die größte Herausforderung, so Buntenkötter. „Es soll etwas für zukünftige Generationen sein“, betonte Barthold Deiters. Man habe bereits Nachfahren von Everswinkler Auswanderern im kanadischen Winnipeg kontaktiert, die ihrerseits in den 1920er Jahren einen Schützenverein gegründet hatten. Läuft alles nach Plan, geht die Festschrift im April 2022 in den Druck.

Besonders launig präsentierte Heino Hellmers die Vorstellungen des zehnköpfigen „Dorfschmuck“-Teams. Man habe den Ort quasi neu erfinden wollen - sei jedoch an diversen Behörden und zuletzt dem eigenen Kassierer gescheitert. Fest steht: Zehn Großplakate, im Stile jener aus Wahlkampfzeiten, sollen an prägnanten Stellen aufgestellt werden. Hinzu kommen mindestens 50 kleinere Plakate. „Wir sind nicht an diese 50 gebunden. Das ist nur das, was der Verein bezahl“, denkt Hellmers sogleich größer. „Es ist sehr aufwendig, aber wir machen das.“ Die Vitusstraße soll zur Königsallee werden: Sie wird für die Majestäten der letzten 25 Jahre reserviert. „Da muss man nicht antreiben, da muss man höchstens mal bremsen“, kommentierte Buntenkötter die Ausführungen Hellmers‘.

Die nächste größere Gelegenheit zum Austausch dürfte das Schützenbiwak bieten, welches nach derzeitigem Stand am 4. und 5. September (Samstag und Sonntag) stattfinden soll.

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