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Gebührensteigerungen bei Abfall und Straßenreinigung

150 Prozent Aufschlag beim Winterdienst

Everswinkel

Die Bürger der Vitus-Gemeinde müssen ab 1. Januar mehr für die Abfallentsorgung zahlen. Die Gebühren für den Restabfall steigen über alle Tonnengrößen um 11,5 Prozent. Auch für den Bioabfall ist mehr zu zahlen; 7,5 Prozent beträgt hier die Verteuerung. Prozentual noch deutlich höher ist der Preissprung bei der Straßenreinigung.

-km-

Achtung Gebührensteigerung: Sowohl im Abfallbereich beim Restmüll als auch bei der Straßenreinigung steigen die Kosten. Foto: Klaus Meyer

Auf 411.000 Euro belaufen sich die Kosten für die Restabfallentsorgung in der Gemeinde. Darin enthalten sind neben dem Restabfall von insgesamt 2921 Abfallgefäßen mit einem Gesamtvolumen von 295.140 Litern auch die Kosten für die Sperrmüllabfuhr, für das Schadstoffmobil, Deponiekosten, Kosten für den Recyclinghof sowie für die Ortskern- und Spielplatzreinigung (Papierkörbe). Ferner werden in die Berechnung Personalkosten der Verwaltung, Kosten für die Ausgabe von Müllgefäßen und ein Sockelbetrag der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises) für die Vorbehandlung von Abfällen einbezogen sowie Einnahmen, Gebührenüberdeckungen und -unterdeckungen aus vergangenen Jahren eingerechnet. Unterm Strich stehen letztendlich für 2022 Kosten von über 473.162 Euro. Umgerechnet auf das Gesamtvolumen der Müllgefäße macht das somit 1,60 Euro Gebühr pro Liter und Jahr aus. Beim Bioabfall stehen unterm Strich Gesamtkosten in Höhe von 248.420 Euro, die es auf 2367 Tonnen mit einem Volumen von 234.400 Litern aufzuteilen gilt; macht 1,06 Euro pro Liter und Jahr.

Die Haushalte haben 2022 folgende Gebühren zu tragen (in Klammern Vorjahr): Beim Restabfall für die 80-Liter-Tonne 128,25 Euro (112,04), für die 120-Liter-Tonne 192,38 Euro (168,06), für die 240-Liter-Tonne 384,76 Euro (336,12) und für den 1100-Liter-Container 1736,49 Euro (1540,57). Beim Bioabfall sind es für die 80-Liter-Tonne 84,78 Euro (78,86), für die 120-Liter-Tonne 127,18 Euro (118,29) und für die 240-Liter-Tonne 254,35 Euro (236,58). Die Altpapier-Tonne bleibt gebührenfrei.

Gewaltig erscheint – zumindest prozentual – die Steigerung bei den Straßenreinigungsgebühren. So steigt die Gebühr für die so genannte Sommerreinigung um 25 Prozent – zu zahlen sind künftig fünf statt vier Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche. Zur Anrechnung kommen hier 841.881 Quadratmeter Grundstücksflächen, davon knapp 70.000 als fiktiver Wert aufgrund von Grundstücken, die durch mehr als eine Straße erschlossen sind und nur mit einer einfachen Gebühr belastet werden. Gedeckt werden müssen Kosten in Höhe von 41.535 Euro.

Beim Winterdienst liegt die Gebührensteigerung gar bei 150 Prozent; hier sind künftig ebenfalls fünf Cent je Quadratmeter zu zahlen statt wie bislang zwei Cent. Zur Anrechnung kommen hier 666.030 Quadratmeter Grundstücksflächen, davon wiederum knapp 70.000 fiktiv. Der Anstieg beim Winterdienst wird von der Gemeinde mit der Zahl der Einsätze sowie der Vergabe eines Teils des Räumdienstes an eine Fremdfirma begründet. Zu decken sind hier Kosten in Höhe von 33.478 Euro.

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