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Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins

2200 Kilometer mehr

Everswinkel

„Wenn der Melder geht, sind immer alle da.“ Rotkreuzleiter Yannick Tresp zeigte sich zufrieden mit dem Engagement seiner Truppe.

Von Christopher Irmler

Überschaubar blieb die Beteiligung an der DRK-Mitgliederversammlung – das bedauerten Franz-Josef Dierkes, Robert Höft, Elisabeth Gries, Uwe Henkel, Dr. Hans-Bernd Unterbusch, Norbert Seidel, Barbara Gerdsen, Yannick Tresp und David Mertens (v.l.). Foto: Christopher Irmler

Lediglich 50 Minuten dauerte die Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins am Dienstagabend im DRK-Heim. Wohl auch pandemiebedingt fiel der Sanitätsbericht von Rotkreuzleiter Yannick Tresp fürs vergangene Jahr recht kurz aus.

So absolvierten die 19 Aktiven lediglich zwei Sanitätsdienste: einen beim Reitturnier in Everswinkel und den anderen bei einer Schleppjagd in Alverskirchen. Die übrigen Einsätze im Rahmen von Karneval, Schützenfest, Volkslauf und Co. entfielen aufgrund der Corona-Situation. Mit dem Rettungswagen legte der Ortsverein insgesamt 8361 Kilometer zurück – und damit mehr als im Jahr 2020 (6147 Kilometer). Das MTF kam auf 2650 Kilometer (Vorjahr: 2137 Kilometer).

First-Responder-Einsätze gesunken

Im Zuge der Spitzenabdeckung im Rettungsdienst zählte Tresp 193 Transporte und Einsätze – nach lediglich 100 im Vorjahr. Drastisch zurückgegangen ist hingegen die Zahl der First-Responder-Einsätze von 220 auf 127. Der Hintergrund: Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden die Ehrenamtlichen zwecks Mitgliederschutz nicht mehr alarmiert und später nur noch hinzugerufen, wenn auch ein Notarzt erforderlich war, erläuterte Tresp.

Zwei Wünsche hatte der Rotkreuzleiter mitgebracht. So hoffen die Aktiven auf einen Ersatz für das derzeit defekte Quad, um Einsätze in schwierig zu erreichendem Gelände besser bewältigen zu können. Ferner denken sie an eine neue Trage für den RTW. Diese soll dank elektronischer Unterstützung ein rückenschonenderes Arbeiten ermöglichen. Zum DRK-Dienst gehörte erneut die Betreuung der Altkleider-Container, wodurch 220 Arbeitseinsatzstunden zusammengekommen seien. Im Großen und Ganzen war Tresp mit dem Engagement „seiner“ Truppe zufrieden. „Wenn der Melder geht, sind immer alle da.“

Dass auch die Älteren aktiv blieben, unterstrich der Bericht von Norbert Seidel. Die Radgruppe „Fit ab 50“ zählte demnach insgesamt 203 Teilnehmer; von 47 geplanten Veranstaltungen konnten immerhin 40 durchgeführt werden. Zu den Höhepunkten zählten die Miele-Werksbesichtigung in Lette und eine Vier-Tage-Tour nach Rietberg.

Weniger Blutspender

Eine negative Entwicklung musste die Blutspende-Beauftragte Barbara Gerdsen präsentieren. „Wir haben über 100 Spender weniger als im Vorjahr“, blickte sie auf das Zahlenwerk. Nach 780 im Jahr 2020, sank die Zahl 2021 auf 670. Immerhin: Mit 16 Erstspendern begrüßte das Blutspende-Team einen Erstspender mehr als im Jahr 2020. Im kommenden Jahr werde das DRK zu acht statt der bislang üblichen neun Blutspende-Termine einladen. „Die Bereitschaft sinkt – sei es bei Blut- und Knochenmarkspenden oder Organspenden. Aber das ist kein Everswinkeler Phänomen“, sagte der DRK-Vorsitzende Dr. Hans-Bernd Unterbusch.

Derzeit zählt der Ortsverein insgesamt 220 Mitglieder – inklusive Fördermitgliedern, so Franz-Josef Dierkes, der das Zahlenwerk vorlegte. Eine größere Reparatur des RTW und höhere Spritpreise hätten zwar Spuren hinterlassen; insgesamt sei der Ortsverein finanziell jedoch gut aufgestellt. In Zukunft hoffen die Aktiven auf eine größere Resonanz; denn am Dienstagabend fanden sich nur neun Mitglieder ein.

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